VfL trifft auf Angstgegner / SuS gehen die Spieler aus

Die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer müssen am 17. Spieltag gegen ihren Angstgegner antreten. Enormes Verletzungspech stellt die Verbandsliga-Handballer des SuS Oberaden derzeit vor eine große Bewährungsprobe. Die Aufgabe bei Spitzenreiter RSVE Siegen wird für die SuS-Spieler kein Spaziergang.

Lünen.. Frauen-Verbandsliga 2
ETSV Witten - VfL Brambauer
Sonntag, 16 Uhr (Husemannstr. 51, Witten)

"Witten ist für uns ein unangenehmer Gegner. Wir haben nur selten gegen diese Mannschaft gewonnen", weiß Trainer Uli Richter. Mit Blick auf die Tabellenkonstellation sind die VfL-Frauen aber der klare Favorit dieser Begegnung. Mit 21:11-Punkten steht Brambauer auf Platz drei. Witten hingegen hat satte fünf Siege weniger auf dem Konto und ist mit 13:19-Zählern Tabellenachter. Der Gastgeber ist vor einem möglichen Abstieg in die Landesliga noch nicht gerettet.

Der VfL hingegen ist jenseits von Gut und Böse, startete sehr erfolgreich ins neue Jahr, holte aus den letzten fünf Saisonspielen vier Siege und steht im Kreispokal-Finale. "Wir sind derzeit gut drauf, stehen punktemäßig besser als in der Hinrunde da und wollen jetzt in Witten alles daran setzen, um diesen Lauf fortzusetzen", gibt Richter die Richtung vor.

Starker Rückraum

Seine Mannschaft tat sich aber im Hinspiel schwer und kam über ein 26:26-Remis nicht hinaus. Besonders im Rückraum ist der Gastgeber mit unter anderem Sophie Hugger, die ehemals für die Hessen-Auswahl auflief, gut besetzt. Hugger zog es aus Studiengründen nach Witten. Die 21-Jährige trainiert aktuell zusätzlich bei den Drittliga-Handballerinnen der PSV Recklinghausen mit, ist stark im Eins-gegen-Eins und kann auch aus dem Rückraum werfen.

"Die Aufgabe in Witten ist nicht unmöglich. Der ETSV ist ein routiniertes Team, das mit einer harten Abwehr agiert", weiß Richter. Für sein Team gilt es also mit viel Tempo diese Abwehr zu durchbrechen. Einzig ausfallen wird Tatjana Sahage, die sich die Bänder im Sprunggelenk riss. Verena Leismann ist wieder an Bord, genau wie Angelina Pötter. Viviane Vogel wird ebenfalls wieder für einige Minuten auflaufen. "Wir führen sie langsam heran. Mit vollen Einsätzen rechne ich erst in der nächsten Saison", sagt Richter.

Verbandsliga 2
RSVE Siegen - SuS Oberaden
Samstag, 19.15 Uhr (Höllenwaldstraße, Siegen-Niederscheiden)

Aus den letzten sechs Spielen holten die Oberadener "Cobras" von zwölf möglichen Punkten gerade einmal drei. Der Tiefpunkt der Saison war zuletzt beim abstiegsbedrohten HC Westfalia Herne erreicht, bei dem der SuS eine böse 16:31-Klatsche kassierte. Besonders auf den Schlüsselpositionen hat Oberaden durch die langwierigen Verletzungen von Bastian Stennei, Pascal Wix und Mats-Yannick Roth sowie Keeper Stefan Vogel kaum Alternativen. "Wir müssen uns da aber jetzt irgendwie durchkämpfen", sagt Trainer Ralf Weinberger.

Ungewohnte Positionen

Es gilt, die Saison so gut wie möglich zu beenden, auch wenn der eine oder andere gesunde Akteur auf ungewohnten Positionen auflaufen muss.Die "Cobras" haben aktuell neun Punkte Vorsprung auf den drittletzten Tabellenplatz, der die Relegation bedeuten könnte, bei noch neun ausstehenden Partien. Sicher gerettet sind die Grün-Weißen also noch nicht.

Bei der RSVE Siegen scheinen die Chancen auf einen Punktgewinn zwar minimal zu sein, doch Geschenke will der SuS nicht verteilen. Coach Weinberger appelliert an die Einstellung, die besonders im letzten Spiel bei einigen Akteuren nicht optimal war. "Die Spieler sind alt genug und haben selbst verstanden, was nicht gut lief. Da brauche ich nicht noch draufhauen", so Weinberger.

Siegen wird mit einer offensiven Abwehr agieren, um mit viel Tempo zu Torerfolgen zu kommen. Für den SuS heißt es, im Angriff die Fehleranzahl zu minimieren und besonders in der Rückwärts-Bewegung Vollgas zu geben.
Neben den vielen Verletzten droht auch Sebastian Pohl (beruflich) auszufallen.

Frauen-Landesliga 3
HSG Vest Recklinghausen - Lüner SV
Samstag, 20 Uhr (Theodor-Körner-Str. 35, Recklinghausen)

Im Kampf um den Klassenerhalt muss das Team um Coach Marcel Mai beim Vorletzten HSG Vest Recklinghausen antreten.Die Lünerinnen haben lediglich einen Punkt mehr auf dem Konto. Die vielleicht etwas besseren Karten im Kellerduell dürfte der LSV haben, der im Hinspiel mit einem deutlichen 30:18-Sieg auf sich aufmerksam machte. Allerdings setzt die HSG Vest auf ihren Heimbonus.

"Dieses Spiel ist sehr wichtig für uns. Wir müssen in der Abwehr aggressiver agieren und nach vorne wesentlich zielstrebiger spielen. In den letzten Partien hat der letzte Zug zum Tor gefehlt", sagt Mai. Er hofft zugleich, dass seine Mannschaft ihr Tempospiel nutzt und so der HSG Vest Recklinghausen die Grenzen aufzeigt.

Der Gastgeber hat eine erfahrene Truppe, die im Angriff routiniert agiert und in der Defensive kompakt steht. Allerdings hat das Team Probleme, wenn ein Gegner schnell agiert. "Wir können Recklinghausen nur mit unserem Tempo knacken", weiß Mai.Michelle Holz (Urlaub), Lisa Krause (beruflich) und Hannah Püschel (Geburtstag) fallen aus. Aus der A-Jugend helfen wieder Luca Köppen und Katharina Schneider bei den Frauen aus. Anna Lieneke und Michelle Schröder sind im Innenblock wieder dabei.

Bezirksliga 5
SG Massen - VfL Brambauer
Sonntag, 18 Uhr (Mittelstraße 14, Unna-Massen)

Die Aufgabe in Massen wird nicht leicht. "Die SGM ist sehr heimstark und körperlich robust. Da müssen wir uns mächtig ins Zeug legen, um zu punkten", betont VfL-Trainer Ingo Nagel. In Tobias Ostermann auf Linksaußen sowie Andreas Biernat am Kreis und dessen Bruder Michael Biernat im Rückraum hat Massen drei starke Angreifer.


Auf diese muss der VfL besonders achten. "Wir müssen hinten hellwach sein und dürfen Massen nicht ins Spiel kommen lassen", fordert Nagel. Personell muss er auf Christoph Ruch (Rücken) verzichten. Einige Spieler sind noch erkältet und angeschlagen.

Bezirksliga 5
Lüner SV - TuS Jahn Dellwig
Samstag, 19 Uhr (Kurt-Schumacher-Str. 41-49, Lünen)

Drei Wochen Spielpause hatten die Bezirksliga-Handballer des Lüner SV. Am Samstag dürfen sie aber wieder aufs Parkett.Dabei empfängt der LSV als Vierter den direkten Tabellennachbarn. Dellwig auf Rang fünf hat nur einen Punkt weniger als der LSV. Das Hinspiel ging mit einem 34:32-Sieg für Lünen aus.


Doch Trainer Jürgen Weber warnt vor den Gästen: "Dellwig hat eine starke Truppe. Für uns wird es ein hartes Stück Arbeit." Für Weber ist Dellwig im Rückraum besser besetzt. Doch er setzt auf eigenen Stärken: "Wir können gut kontern und wollen unser Tempospiel auch diesmal abrufen."Nach wie vor fallen Falk Seeger (Fuß) und Tim Lasdowsky (Bänderriss) aus. Mats Gärtner, der unter der Woche an einer Grippe erkrankte, wird ebenfalls passen müssen.