VfL mit überragender Saison - TSC verfehlt Ziel

Durchwachsen ist die Saison-Bilanz der Dortmunder Vereine in der Fußball-Bezirksliga Gruppe 8. Mit Kemminghausen steigt ein Dortmunder in die Landesliga auf. Zwei Klubs allerdings müssen den Gang in die Kreisliga antreten.

Dortmund.. Der VfL Kemminghausen spielte eine überragende Saison und schaffte den Durchmarsch in die Landesliga. Der VfL musste im gesamten Saisonverlauf nur eine Niederlage hinnehmen. Die Mannschaft machte nach der Winterpause einen Vier-Punkte-Rückstand wett.


Auch der Multi-Kulti-Klub TuS Hannibal sorgte für positive Schlagzeilen. Hinter den Favoriten Kemminghausen, Wethmar und Werne belegte der TuS den vierten Platz. Unter den Trainern Jasmin Ivojevic (bis zur Winterpause) und Hamsa Berro (nach der Winterpause) glänzte Hannibal mit technisch feinem Fußball und taktischer Disziplin. Der Verlust von Karim Bouzerda warf Hannibal nicht aus der Bahn. Der kleine Kader machte im Kollektiv den Abgang des Torjägers wett.


Vor der Saison spekulierte TSC Eintrachts Trainer Dennis Horschig mit einem einstelligen Tabellenplatz. Das Saisonziel wurde mit Platz 11 knapp verfehlt. Gegen die Mannschaften aus dem unteren Drittel wurden Pflichtsiege eingefahren, den Teams aus der oberen Hälfte konnte der TSC zu selten ein Bein stellen. 77 erzielte Tore sprechen für die starke Offensive, aber 68 Gegentore verhinderten eine bessere Platzierung.


Eine enttäuschende Saison absolvierte der SC Dorstfeld 09. Ein kleiner Kader der durch die Unterstützung der II. Mannschaft weiter dezimiert wurde, verhinderte eine bessere Platzierung als Rang 12. Die Dorstfelder bekamen ihre Defensivschwächen (98 Gegentore) nie in den Griff.


Durch den dritten Abstieg in Folge muss sich der TuS Eving-Lindenhorst jetzt in die Niederungen der A-Liga begeben. Aus 28 neuen Akteuren eine schlagkräftige Mannschaft zu formen, entpuppte sich als aussichtsloses Unterfangen für das Trainer-Duo Christian Nurk und Ersin Ekiz. Es fehlte an der nötigen Qualität im Kader, 16 Tore von Torjäger Pierre Katarzynski reichten nicht.


Die als Geheimfavorit gehandelte Alemannia Scharnhorst war die größte Enttäuschung der Saison. Trainer Pietro Perrone schaffte es nicht, eine schlagkräftige Einheit zu formen. Nach dem Rücktritt von Perrone hatte die Alemannia einen großen personellen Aderlass zu verzeichnen. Logische Folge: Die Alemannia muss als Vorletzter ebenfalls den bitteren Weg in die Kreisliga A antreten.