VfL-Frauen verlieren, SuS-Herren gewinnen - alle Ergebnisse

Die Frauen des VfL Brambauer haben am Samstag das Heimspiel gegen die SG TuRa Halden-Herbeck verloren. Die Damen kamen über ein 29:32 nicht hinaus. Derweil gewannen die Herren von SuS Oberaden knapp mit 31:30 gegen den SV Teutonia Riemke. Alle Ergebnisse gibt es hier.

Lünen.. Frauen-Verbandsliga 2
VfL Brambauer - SG TuRa Halden-Herbeck 29:32 (15:15)

Im vorletzten Saisonspiel mussten sich die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer noch einmal geschlagen geben. Halden-Herbeck wiederum sicherte sich mit dem Erfolg in Brambauer den Klassenerhalt.

Dabei pfiff der VfL Brambauer personell aus dem letzten Loch. Neben den bekannten Ausfällen musste Tuba Akyildiz nach einem Autounfall passen. Nina Karau erklärte sich trotz Fuß-Verletzung bereit aufzulaufen. Auch Sanja Lasshof, die nach ihrem Kreuzbandriss gerade erst wieder im Training ist, musste spielen. Zu allem Überfluss kassierte Tatjana Sahage in den letzten Minuten nach dreimal 2-Minuten Rot. Somit blieben in den Schlussminuten nur noch fünf gesunde Spielerinnen, bei denen die Kräfte aber schwanden. "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat toll gekämpft. Dass am Ende irgendwann die Kraft fehlt, ist normal. Jede Spielerin hat alles geben und war am Ende einfach platt", sagte Trainer Uli Richter.

Nach anfänglicher 8:4-Führung glichen die Gäste zur Pause zum 15:15 erstmals aus. Im zweiten Durchgang plätscherte das Spiel bis zum 28:28 vor sich hin, ehe Halden-Herbeck mit 29:28 in Führung ging. Brambauer schaffte noch einmal den 29:29-Ausgleich, kassierte dann aber drei einfache Gegentore, die Halden-Herbeck zum Sieg verhalfen. Die Gäste sicherten sich somit den Liga-Verbleib, haben jetzt genügend Vorsprung. Trotz der Niederlage machte Verena Leismann, die elfmal traf, ein bärenstarkes Spiel. Vor Anpfiff wurden in Viviane Vogel, die aufgrund ihres dritten Kreuzbandrisses nicht mehr spielen kann und in Lisa Karau zwei Spielerinnen verabschiedet.

Karau wechselt Verein

Karau zieht es zur kommenden Saison zum Oberligisten HSG Menden-Lendringsen, wo die Kreisläuferin bald mit der ehemaligen VfL-Spielerin Maike Benden, die bereits vor zwei Jahren nach Menden wechselte, zusammen spielt.
Für den VfL ist der Abgang von Kreisläuferin Karau ein großer Verlust. "Ich wünsche ihr viel Erfolg bei der neuen Aufgabe", zeigt sich Richter fair. Der Abgang schmerzt in Brambauer aber sehr. Karau wird die Saison beim VfL Brambauer aber zu Ende bringen und im nächsten und somit aller letztem Saisonspiel bei der HSG Schwerte-Westhofen auflaufen.

TEAM UND TORE
VfL: Piepenkötter/Wulff - N. Karau, L. Karau 3, Rykowski 5, Leismann 11, Neumann 4, Plotek 1, Sahage, Lasshof 4/4

Frauen-Landesliga 3
SV Teut. Riemke II - Lüner SV 40:26 (17:10)

Die Landesliga-Handballerinnen des Lüner SV verloren das Top-Spiel im Abstiegskampf beim SV Teutonia Riemke II deutlich mit 26:40 und sind somit in die Bezirksliga abgestiegen. Rein rechnerisch kann der Lüner SV die Liga nicht mehr halten. Aktuell steht das Team auf dem vorletzten Platz mit 13:29-Zählern, hat auf den Relegationsplatz, der derzeit von der HSG Vest Recklinghausen (16:26 P.) eingenommen wird, drei Punkte Rückstand.

Bei noch einem einzigen Saisonspiel, bei dem der LSV maximal zwei Zähler holen würde, ist der Zug also abgefahren. "Das ist natürlich sehr schade. Wir sind in Riemke sehr gut gestartet, waren anfangs auf Augenhöhe", erzählte Trainer Marcel Mai. Dann hatte Lünen aber eine Phase, in der es vor dem gegnerischen Tor immer wieder scheiterte. "Wir haben insgesamt 20 Mal freistehend vorm Tor verworfen. Das war katastrophal", sagte Mai.

Somit zog Riemke II davon. Auch nach der Pause schafften die Rot-Weißen es nicht den Rückstand zu drehen. "Vor dem Tor haben die Nerven versagt. Wir dürfen jetzt den Kopf nicht in den Sand stecken. Wir haben eine junge Mannschaft, die im Kern zusammenbleibt. Das Ziel in der Bezirksliga kann nur der Aufstieg sein", sagte Mai. Im Altersdurchschnitt ist der LSV 19 Jahre jung. "Da ist das normal, dass man noch nervöser ist und nicht so abgezockt. Aber so etwas kommt mit der Zeit", so Mai weiter.

TEAM UND TORE
LSV: Thoms/Fetting - Hülsewede 6, Mai 6, Lieneke 2, C. Schmidt 3, Schröder 2, Schneider 3, L. Krause 3, Holz 1, Barth, A. Schmidt, J. Krause



Herren-Verbandsliga 2
SuS Oberaden - SV Teutonia Riemke 31:30 (15:16)

Vier Spieltage vor Saisonende hat Handball-Verbandsligist SuS Oberaden den Klassenerhalt geschafft. Dank des 31:30-Sieges über Teutonia Riemke hat das Team acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und somit mit dem Abstiegskampf nichts mehr zutun. Es war keine Glanzleistung von beiden Mannschaften. Oberaden, das neben den fünf Langzeitverletzten Mats-Yannick Roth, Stefan Vogel, Bastian Stennei, Pascal Wix und Christian Stratmann auch noch die Ausfälle von Spielmacher Stephan Schichler und Alexander Neese (beide privat) zu verkraften hatte, musste wieder einmal mächtig improvisieren.

Starker Kampfgeist

Coach Ralf Weinberger schickte aber eine spielfähige Mannschaft aufs Parkett, die vor allem über ihren Kampfgeist zu überzeugten wusste. "Das hat mir sehr gut gefallen. Keiner hat sich aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft", freute sich Weinberger. Die "Cobras" holten sogar einen Vier-Tore-Rückstand vom zwischenzeitlichen 17:21 auf und glichen dank Pascal Stennei zum 24:24 aus. Stennei machte eine insgesamt gutes Spiel im rechten Rückraum, erzielte das entscheidende 31:29 nachdem er seinem Gegenspieler einen Ball aus der Abwehr heraus stibitzte. Ebenfalls gut agierte Linksaußen Tim Fehring, diesmal auf der Rückraum-Mitte-Position. Er erzielte acht Treffer und war somit bester SuS-Schütze. Die restlichen drei Saisonspiele kann der SuS Oberaden entspannt angehen und danach endlich einen Haken hinter der durch vielen Verletzungen geprägten schwachen Saison machen.

TEAM UND TORE
SuS: Menge (1.-60.)/Caspari - Salzmann, Schumacher 3, Pohl 7, Herold 3, Fehring 8/3, P. Stennei 6, Neureiter 4, Notthof (n. e.), Hajduk (n. e.), Gonschewski (n. e.)

Bezirksliga 5
TuS Eintracht Overberge - VfL Brambauer
23:25 (11:13)

Brambauer überraschte Overberge mit einer offensiven 3-2-1-Deckung und setzte sich zunächst mit 3:0 ab. Danach ging der VfL allerdings fahrlässig mit den Chancen um, sodass die Gäste beim 6:6 ausglichen. Es entwickelte sich ein kampfbetontes und offenes Spiel bis zum Schluss.

Overberge führte bis zur 57. Minute. Kurios dann die letzten Minuten. Brambauer führte und hatte zwölf Sekunden vor dem Ende einen Siebenmeter gegen sich. Der eingewechselte Karanski hielt und Eder setzte mit seinem Gegenstoß den Deckel drauf.


TEAM UND TORE
VfL:
Welski/Karanski - Benden 5, Ruch 2, L. Langmann 1, Baggemann 1, Wolke 1, Eder 14/5, P. Langmann, Karsifi 1, Koch, Greinert


Bezirksliga 5
Lüner SV - SV Eintr. Dolberg 28:34 (15:15)

Nach dieser Niederlage im Spitzenspiel scheint für den Lüner SV der Zug im Aufstiegskampf abgefahren zu sein. Zu groß ist der Punkterückstand auf die Spitze. Dabei sah es zu Beginn gar nicht nach einer Niederlage aus. Bis zur Pause spielte Lünen gut mit, hielt die Partie offen.


Im zweiten Durchgang verwarfen die Rot-Weißen zu viele gute Chancen, sodass die Gäste sich einen kleinen Vorsprung erarbeiteten. Zum Ende des Spiels versuchte Trainer Jürgen Weber noch einmal alles. Allerdings nutzte Dolberg die offensive Abwehr besser, zog mit drei schnellen Gegentoren weiter davon. "Wir hatten extremes Wurfpech. Zehnmal ging der Ball an Pfosten oder Latte. Das war wie verhext", so Weber.

TEAM UND TORE
LSV:
Büllhof/Hangebrock - Hadac, Baggemann 4, Lammeck 6, Lühring 1, Gärtner, Schünemann 1, Miehle, Kirchner 6, Lasdowski 4, K. Maurer 3, P. Maurer, Grammon 3