VfL-Frauen im Heimspiel gegen Ahlen alle Vorschauen

Nach dem erfolgreichen Final-Einzug im Kreispokal Hellweg wollen die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer jetzt auch in der Saison nachlegen. Diesmal muss das Team zu Hause gegen den Tabellenzehnten antreten. Alle Vorschauen.

Lünen.. Frauen-Verbandsliga 2
VfL Brambauer - Ahlener SG
(Samstag, 18.30 Uhr, Diesterweg 7a, Lünen)

Die Ahlener SG spielt gegen den Abstieg, hat aktuell nur einen Punkt Vorsprung auf den Letzten BSV Roxel.Laut Papier sind die VfL-Frauen mit ihrem dritten Platz also der klare Favorit dieser Begegnung. Doch Trainer Uli Richter will dies so nicht unterschreiben: "Ahlen hat in der Hinrunde starke Ergebnisse erzielt, hat unter anderem gegen Hamm gewonnen und musste sich nur knapp gegen Arnsberg geschlagen geben. Auf uns wartet eine schwierige Aufgabe."

Langsam herangeführt

Bereits im Hinspiel stellte Ahlen den VfL vor einer großen Herausforderung. Acht Minuten vor Abpfiff lag Brambauer mit acht Toren zurück, gewann am Ende aber dank eines starken Schlussspurts mit 20:18. "Wir müssen besonders auf das gefährliche Zusammenspiel mit der Kreisläuferin aufpassen", warnt Richter. Er hofft aber zugleich, dass sein Team wieder zu seinem gewohnten Spiel findet und besonders in der Abwehr gut zupackt.

Erfreulich für den VfL ist, dass Rückraumspielerin Viviane Vogel nach ihrem Kreuzbandriss vor ihrem Comeback steht. Richter plant fest mit einem Einsatz der 22-Jährigen: "Dass sie wieder soweit ist, freut uns sehr. Sie wird auch spielen. Aber noch nicht so lange. Sie muss langsam herangeführt werden." Vogel war über ein Jahr lang verletzt, trainiert aber seit einigen Wochen wieder mit. Noch länger gedulden muss sich hingegen Sanja Lasshof mit ihrem Kreuzbandriss. Ebenfalls ausfallen werden Louisa Bittscheidt (Meniskus) und Angelina Pötter (privat).

Arnsberg will aufsteigen

Gerüchten zufolge hätte der aktuelle Spitzenreiter TV Arnsberg behauptet, im Falle eines Aufstiegs den Schritt in die Oberliga zu verweigern. Somit würde der Zweitplatzierte nachrücken. Für den VfL Brambauer, der aktuell nur vier Punkte hinter dem Zweiten HSG Schwerte-Westhoifen steht, wäre es im Titelkampf also noch einmal spannend geworden. Doch diesen Gerüchten hat jetzt Olaf Hübner, Vorsitzender des TV Arnsberg, widersprochen: "Wenn wir am Ende der Saison immer noch Tabellenführer sind, werden wir definitiv auch aufsteigen. Alles andere stimmt nicht."

Für den VfL Brambauer, der neun Zähler Rückstand hat, ist dies aber kein Beinbruch. "Wir wollen die Saison vernünftig zu Ende bringen und zusehen, dass wir weiter oben mitspielen. Die nächste Saison ist entscheidender", sagt Richter.

Frauen-Landesliga 3
Lüner SV - DJK Westfalia Hörde
(Sonntag, 18 Uhr, Kurt-Schumacher-Str. 41 - 49, Lünen)

Die Gäste legten einen beeindruckenden Start im neuen Jahr hin. Aus den letzten vier Spielen holte die Mannschaft vier Siege, unter anderem gegen den Tabellenführer Hammer SC. Drei Punkte hat Hörde Vorsprung auf den Lüner SV. Doch die Rot-Weißen brauchen sich nicht zu verstecken, holten trotz der letzten hohen Niederlage sieben Punkte aus vier Spielen.

"Ich hoffe, dass die Klatsche gegen Dortmund ein Ausrutscher war. Wir hatten viele kranke Spielerinnen. Jetzt sieht es personell wesentlich besser aus", sagt Coach Marcel Mai und freut sich. Außer Anna Lieneke, die wegen ihrer Roten Karte noch ein Spiel pausieren muss, sind alle Akteurinnen einsatzbereit. Aus der A-Jugend helfen Luca Köppen und Katharina Schneider aus, sodass Coach Mai auf der Kreisläufer-Position mehr Alternativen hat.

Eine personelle Veränderung bezüglich nächster Saison ist bereits jetzt bekannt. Linksaußen Anna Schmidt verkündete, dass sie zur neuen Saison zum Oberligisten HC TuRa Bergkamen wechselt.Mit Blick auf die Abstiegs-Regelung wird es höchstwahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass die letzten beiden den Gang in die Bezirksliga antreten müssen. Der Drittletzte spielt in der Relegation. Der LSV ist derzeit Neunter und somit auf einem gesicherten Platz. Diesen will das Team auch verteidigen.


Verbandsliga 2
HC Westfalia Herne - SuS Oberaden
(Sonntag, 18 Uhr, Westring 205, Herne)

In dieser Woche hat es Handball-Verbandsligist SuS Oberaden hart getroffen. Wegen etlicher Kranker und Verletzter mussten zwei Trainingseinheiten unter der Woche abgesagt werden.Am Montag und Dienstag hatten die "Cobras" gerade einmal fünf Spieler auf dem Parkett. "Das bringt überhaupt nichts. Mit so wenigen Spielern kann man kein effektives Training absolvieren. Da mussten wir die Einheiten ausfallen lassen", berichtet der Langzeitverletzte Mats-Yannick Roth. Die Grippewelle schlug beim SuS so dermaßen ein, dass die SuS-Verantwortlichen sogar über eine Spiel-Verlegung nachdenken.

Ob die Partie beim HC Westfalia Herne Sonntagabend stattfindet oder nicht, wird wohl erst Freitagmittag endgültig entschieden. Entscheidend ist, ob der Gastgeber Herne einer Verlegung zustimmt oder nicht.Falls Oberaden trotzdem spielen muss, müsste das Team besonders auf den starken Linkshänder Tim Bauer aufpassen. Der 37-Jährige kehrte nach einer beeindruckenden Karriere in der Saison 2012/2013 zu seinem Stammverein HC Herne zurück.

Harz-Verbot

Er durchlief unter anderem Stationen in der deutschen Erstliga (HC Wuppertal, SG Willstadt/Schutterwald) und war sechs Jahre lang in der ersten spanischen Liga (Valencia, Altea, Santander und Puerto de Sagunto) aktiv. "Er traf im Hinspiel gegen uns zwölf Mal und war herausragend", kann sich Roth noch gut erinnern. Trotzdem gewann der SuS Oberaden im Hinspiel mit einem vollen Kader hauchdünn 33:32. Diesmal sind die Vorzeichen aber völlig anders.

Neben den vier Langzeitverletzten Roth, Stefan Vogel, Pascal Wix (Foto r./alle Kreuzband) sowie Bastian Stennei (Schulter) fallen einige Akteure wegen Grippe aus. Hinzu kommt, dass in Herne Harz-Verbot herrscht. Für den SuS ist das also eine komplette Umstellung.

Bezirksliga 5
VfL Brambauer - SV Eintracht Dolberg
(Sonntag, 18.30 Uhr, Diesterweg 7a, Lünen)

Der VfL liegt zwar vier Punkte hinter Dolberg, hat aber im Hinspiel gezeigt, dass er mithalten kann. Damals holte Brambauer ein 25:25-Remis. "Das Spiel wird auf Augenhöhe sein. Die Tagesform ist entscheidend", ist sich Trainer Ingo Nagel sicher. Seine Mannschaft trifft auf ein ausgeglichenes Team, das einen guten und schnellen Ball spielt. Mit Blick auf die personelle Situation sieht es gut aus. Fast alle Spieler sind an Bord.