VfL Brambauer holt sich den Derby-Sieg

Der VfL Brambauer ist der Sieger des Lüner Lokalderbys in der Bezirksliga. Vor rund 500 Zuschauern setzte sich das Team dank einer guten zweiten Halbzeit beim Lüner SV mit 30:26 durch. Oberadens Spiel wurde durch ein schwere Verletzung überschattet. Brambauers Damen starteten siegreich ins Jahr.

Lünen.. Verbandsliga 2
SuS Oberaden - PSV Recklinghausen27:30 (14:15)


Die Verbandsliga-Handballer des SuS Oberaden bleiben vom Verletzungspech verfolgt. Nachdem Mats-Yannick Roth und Pascal Wix beide einen Kreuzbandriss erlitten, fällt nun auch Keeper Stefan Vogel mit Verdacht auf Kreuzbandriss für unbestimmte Zeit aus.


Es war die 39. Spielminute, die für Oberaden entscheidend war: Torhüter Stefan Vogel, der nach seiner Einwechslung stark parierte, verdrehte sich das Knie und musste mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausgewechselt werden. Die Verletzung schockte den SuS. Wenige Minuten danach setzte sich die PSV dank einer 4:0-Serie von 21:18 auf 25:18 ab. Doch der SuS schüttelte sich noch einmal, kam auf 21:25 heran, schaffte es sogar auf 23:26 zu verkürzen. Bei diesem Rückstand blieb es allerdings auch. Die PSV Recklinghausen durfte sich bei ihrem stark aufgelegten Keeper Stamatis Papaioannou bedanken, der mit tollen Paraden nichts mehr anbrennen ließ.


Unterm Strich fanden die "Cobras" in Halbzeit eins gegen die gute 5-1-Defensive der PSV kein wirkliches Mittel, um in Führung zu gehen. Immer wieder wurden die Würfe aus dem Rückraum geblockt. Der SuS Oberaden schaffte es zu keinem Zeitpunkt des Spiels in Führung zu gehen. Lediglich beim 1:1 und 14:14 glichen die Grün-Weißen aus. Auf der anderen Seite bekam der SuS das Anspiel an den Kreis nicht in den Griff und stand phasenweise zu defensiv, luden die PSV zu oft zu Toren aus dem Rückraum ein.

TEAM UND TORE
SuS:
Menge/Vogel - Schichler 1, Schumacher 2, Pohl 5, Stennei 5, Herold 4/2, Fehring 5/2, Neureiter 4, P. Stennei 1, Notthoff (n. e.), Neese, Stratmann (n. e.), Pechinger (n. e.)


Frauen-Verbandsliga 2
VfL Brambauer - Soester TV26:21 (12:9)


Die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer starteten mit einem 26:21-Sieg ins neue Jahr und gleichzeitig positiv in die Rückrunde. Dabei waren es aber zunächst die Gäste, die den besseren Start erwischten. Soest legte stark vor, führte schnell 3:0. "In dieser Phase haben wir Chancen über Chancen vergeben. Das war wirklich schwach", ärgerte sich Trainer Uli Richter. Erst nach einigen Minuten spielte der VfL konzentrierter. Dank einer starken Leistung von Torfrau Swantje Wulf, die mit ihren guten Paraden die ein oder andere Spielerin zur Verzweiflung brachte, kam Brambauer besser ins Spiel, glich prompt zum 3:3 aus. Danach verlief die Partie bis kurz vor Pausenpfiff ausgeglichen. Die Richter-Sieben schaffte es aber noch sich auf 12:9 abzusetzen.

Im zweiten Durchgang ließ der VfL nichts mehr anbrennen. Zwischenzeitlich erspielte das Team sich beim Stand von 15:10 eine Fünf-Tore-Führung, die es auch nicht mehr abgab. "Wir standen nach der Pause sicher in der Deckung und haben unsere Chancen besser genutzt. Das hat mir gefallen. Unterm Strich bin ich sehr zufrieden", resümierte Richter.
Neben Wulf und einer tollen mannschaftlichen Leistung ragte besonders Kreisläuferin Lisa Karau heraus. Sie profitierte von guten Anspielen aus dem Rückraum und netzte siebenmal ein.

TEAM UND TORE
VfL:
Wulf/Piepenkötter - L. Karau 7, Pötter 2/1, N. Karau 1, Plotek 4, Neumann 4, Sahage, Akyildiz 1, Leismann 3, Rykowski 4

Bezirksliga 5
Lüner SV - VfL Brambauer26:30 (14:12)


Direkt vor dem Spiel gab es für den LSV eine Hiobsbotschaft. Trainer Jürgen Weber musste wegen einer Magen-Darm-Grippe passen. Somit sprang Marcel Mai, Trainer der Landesliga-Frauen ein. Er wurde von Stefan Gores unterstützt. Noch nicht genug: LSVer Tim Lasdowsky schied nach vier Minuten mit einem Bänderriss im Sprunggelenk aus. Der Start ins Spiel war somit für den LSV sehr holprig. Der VfL Brambauer um Coach Ingo Nagel hingegen stellte trotz großen Verletzungspechs wieder eine Mannschaft auf die Beine, die gut harmonierte.

Bis kurz vor der Pause lag Brambauer immer in Führung. Erst nach dem zwischenzeitlichen 11:10 für den VfL drehte Lünen das Spiel auf 14:12 zur Pause. "Diese Phase hat mir überhaupt nicht gefallen. In der Halbzeit gab es dann auch ein Gewitter", berichtete Nagel.

Im zweiten Durchgang behielt der LSV bis zum 17:15 die Führung. Der VfL, der wesentlich besser agierte, nutzte zwei überhastete LSV-Abschlüsse aus und glich zum 17:17 aus. Bis zum 22:21 für die Rot-Weißen verlief die Partie völlig ausgeglichen. Die Führung wechselte ständig. Die letzten Spielminuten gehörten dem VfL Brambauer, der dank eines überragenden Keepers Manuel Welski das Spiel für sich entschied.


Über 21:22 drehte der VfL die Partie und zog auf 26:23 und 30:26 davon. "Wir haben in dieser Phase viel liegen gelassen, scheiterten oft an Manuel Welski. Zum Ende hin haben wir noch einmal alles versucht, haben die Abwehr geöffnet. Doch auch dies half nicht mehr", analysierte Mai.


Der Trainer zeigte sich vom VfL-Auftritt sichtlich angetan: "Brambauer hat verdient gewonnen. Ingo Nagel hat trotz vieler Ausfälle eine wirklich tolle Truppe aufs Parkett geschickt. Drumherum war da ordentlich Stimmung."Das Sahnehäubchen des Derbyssieges war der umjubelte Treffer zum 30:26: Niklas Sporbeck erzielte nach Anspiel von Tobias Eder, der ebenfalls ein tolles Spiel machte, über die Mitte einen Treffer per Kempa-Trick.

TEAM UND TORE
LSV:
Hangebrock/Bülhoff (bei einem 7m) - Hadac 1, Baggemann 1, Lammeck 7, Lühring 3, Seeger 1, Kirchner 3, K. Maurer 4, P. Maurer 4, Miehle 2, Gärtner, Schünemann, Lasdowsky
VfL:Welski/Karanski - Ruch 1, Sporbeck 6, L. Langmann, Wolke, Nowak, Eder 12/6, Varhotov, P. Langmann 4, Pape 2, Karsifi