VfB Lünens Klink beendet Laufbahn

Ein großes Kapitel schließt sich mit Abpfiff des letztes Saisonspiels beim FV Scharnhorst am Sonntag im Leben von Patrick Klink. Der Kapitän des Bezirksliga-Aufsteigers VfB Lünen hängt seine Fußballschuhe an den Nagel. Für den 32-Jährigen sei es der ideale Moment, um aufzuhören.

Lünen.. "Wenn es am besten ist, sollte man gehen. Und genau das ist bei mir jetzt der Fall. Ich habe eine tolle Zeit gehabt", sagt der 1,90 Meter große Innenverteidiger. "Ich möchte flexibler sein. Fußball ist nun mal Mannschaftssport. Und Mannschaftssport bedeutet Verbindlichkeit. Das möchte ich nicht mehr haben. Die Entscheidung habe ich endgültig in der Winterpause getroffen", sagt Klink.

Nur ein kurzer Abstecher

Seit der E-Jugend ist er - mit einem kurzen Intermezzo beim SV Preußen Lünen im Jahr 2004 - dem VfB Lünen schon treu. "Ein Verein, in dem der Zusammenhalt groß geschrieben wird", so Klink. Die Sportanlage sei zudem "vielfältig und schön". Der VfB gäbe den Menschen im Lüner Süden "eine Vielzahl an Möglichkeiten, die für die Entwicklung wichtig sind".
Der Klub sei für Klink der perfekte Verein gewesen. Deshalb werde er diesem auch treu bleiben. "Aber sportlich möchte ich einfach Abstand gewinnen. Ich werde auch nicht im Altherren-Fußball mitwirken. In Zukunft ergeben sich in diesem Verein sicher andere Aufgaben."

Doch so ganz ohne Sport möchte der Lehrer an der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Dortmund nicht auskommen. "Ich werde bald Tennis spielen. Mein alter Sportkamerad Peter König soll mir mal in einigen Stunden zeigen, wie man richtig spielt. Darauf freue ich mich." Für Klink war es vergangene Woche schon der zweite Bezirksliga-Aufstieg. 2005 unter Trainer Uwe Höhn, jetzt unter Coach Michael Schlein. In Jugendzeiten wurde Klink Kreismeister und häufiger zum Spieler des Jahres gekürt. Zu einem seiner schönsten Fußball-Momente zählt er das 2:1 in dieser Spielzeit gegen Phönxi Eving. "Da ist der Knoten geplatzt für den Aufstieg", sagt der VfBer.

Jugend als Unterbau

"Ich hoffe, dass die Jungs die Liga halten. Aber auch bei sportlichem Misserfolg hoffe ich, dass das Team zusammenhält", so Klink. Und auch an den Nachwuchs des VfB denkt er: "In Zukunft wird hoffentlich eine A- und B-Jugend als Unterbau für die Senioren gestellt." Vielleicht öffnet sich ja in diesem Bereich ein neues Kapitel in Klinks Leben.