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„Verjüngungsprozess der richtige Weg”

30.12.2009 | 22:27 Uhr

Die Regionalliga-Basketballer des SVD 49 haben die letztjährige „Seuchensaison” mittlerweile vergessen gemacht. Über den neuen, jungen SVD 49 sprach unser Mitarbeiter Volker Ohm zur Saisonhalbzeit mit Sportdirektor Hanno Stein.

Herr Stein, Ihre erste Saison als verantwortlicher Sportdirektor ist zur Hälfte absolviert, zufrieden?

„Teilweise. Sportlich läuft es ordentlich, zumal wir acht neue Spieler und das alte Personal zu einer Einheit machen mussten und konnten. Es gab allerdings wenigstens zwei, drei unnötige Niederlagen. Organisatorisch macht der nun breitere Vorstand eine gute Arbeit. Finanziell ist es genauso so knapp wie schon in den vergangenen Jahren.”

Sie waren maßgeblich an der Auswahl der US-Gastspieler beteiligt, ein guter Griff?

SVD-Sportdirektor Hanno Stein.

„Unter dem Strich ja. De`Andre Byrd ist mit 23 Jahren ein noch junger Spielmacher, dem entsprechend manchmal noch die Konstanz fehlt, doch hat er sich diesbezüglich bereits gesteigert. Joseph Henley bewies seine sportliche Klasse und Athletik schon mehrmals, ist lediglich gegen viel größere Gegenspieler etwas eingeschränkt. Dafür passt er menschlich aber prima, lernt sogar freiwillig Deutsch. Beide Amerikaner leben hier sehr eigenständig, was wir nicht von allen unseren früheren Gastspielern sagen konnten.”

Mit vielen weiteren Neuzugängen haben Sie das Team extrem verjüngt, die richtige Entscheidung?

„Definitiv die richtige, und wie uns gerade die vergangene Saison gezeigt hat, eine überfällige und sinnvolle Entscheidung. Tim Schönborn und Christian Behrends haben sich in die ihnen zugedachten Leistungsträgerrollen eingefunden, auch wenn auf Grund ihres Alters auch bei ihnen halt manchmal die Konstanz fehlt. Der 18-jährige Felix Fuhrmann, Nils Isermann, Matthias Hansmeier und Raphael Bals sind alles Spieler, die ihre Perspektiven besitzen.”

Im Vorjahr gab es am Ende nur einen schlechten elften Platz, was ist in dieser Saison noch drin?

„Aktuell sind wir Neunter, was aber täuscht, da wir zwei Partien weniger ausgetragen haben als die meisten Konkurrenten. Wir halten weiter an unserem Ziel, eine Platzierung in den Top Sechs, fest. Wir wären schon weiter, hätten wir nicht einige Spiele dumm liegen gelassen. Die Rückrunde wird nicht leichter, da wir fast alle schweren Gegner auswärts haben. Im Pokal stehen wir im Achtelfinale und wollen natürlich mehr. Der Pokalwettbewerb besitzt für wieder einen hohen Stellenwert.”

Wie lautet ihr Weihnachtswunsch für den SVD 49 zum Jahreswechsel?

„Eine sensationelle zweite Saisonhälfte, um noch an die Tür zur 2. Bundesliga Pro B anklopfen zu können.”

Volker Ohm

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