Vereintes Zittern geht weiter - BVB und ASC verlieren

Dortmunds Drittliga-Frauen müssen weiterhin vereint um den Klassenerhalt zittern. Der bei der zweiten Garnitur des BVB und beim ASC 09 erhoffte Befreiungsschlag in den letzten Saisonheimspielen blieb aus, beide Mannschaften mussten eine Niederlage einstecken.

Dortmund.. Borussia Dortmund 2 - 1. FC Köln 20:25 (11:7)
Vor dem Saisonfinale am nächsten Sonntag mit der schwierigen Aufgabe beim TuS Lintfort bleiben die Schwarzgelben zwar auf dem ersten Nichtabstiegsplatz, könnten aber noch auf den vorletzten Rang abrutschen. Gegen den 1. FC Köln versäumte es das Team um das Trainerduo Dagmara Kowalska und Rene Baude, sich den zur Rettung erforderlichen einen Zähler zu sichern. Danach sah es allerdings bis zur Pause aus.

BVB erwischt Traumstart

Der BVB legte los wie die Feuerwehr, erwischte einen 4:0-Traumstart und hielt die Konzentration hoch. Die favorisiert angereisten Domstädterinnen zeigten sich sichtlich verdutzt. Borussia wirkte in der Defensive, wie zuletzt, gefestigt und behauptete die Führung bis zur Pause mit der vielleicht besten gespielten Halbzeit der Saison. Dennoch sollte es nicht langen. Köln nutzte im weiteren Verlauf die schwarzgelben Abschlussschwächen. So wurden vier Siebenmeter verworfen und fünf Gegenstöße ausgelassen. Die Partie kippte.

BVB 2: Wilkus, Huppertz; Prumbaum (1), Th. Kuhlmann, Kriwat (4/1), Hohloch (3/2), Koopmann, H. Kuhlmann (4), Spaan (2), Gesing, Rynas (2/1), Brinkhus (5), Moll (1), Feldmann (1).

ASC 09 Dortmund - TSG Eddersheim 21:25 (11:13)
Der ASC bekam die große Chance, sich mit einem Sieg im letzten Heimspiel am Samstag an der Schweizer Allee einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt zu manövrieren und schon einmal den wichtigen drittletzten Platz zu sichern auf dem Silbertablett serviert.

Unübersehbare Nervosität

Gegen den ohne fünf Stammkräfte angereisten Gast spielte die unübersehbare Nervosität dem Aufsteiger, der auf die verletzte Janna Neurath verzichten musste, aber einen dicken Strich durch die Rechnung. Dabei mahnte Aplerbecks Trainer Kim Sörensen allerdings auch an, dass seinem Team für die Bedeutung der Partie das Feuer fehlte.

So verschliefen seine Frauen die Startphase erst einmal komplett, lagen nach acht Minuten mit 1:6 zurück. Mit einem schnellen Team-Timeout ordnete der dänische Coach die Reihen neu. Der ASC fand schwerfällig, aber immerhin, ins Spiel zurück, brachte sich bis zur Pause in Schlagdistanz. Und als die elffache Torschützin Nicol Bojda eine Viertelstunde vor Schluss zum 17:17 ausglich, schien ein Happyend greifbar. Doch alle Hoffnungen zerstoben wieder in der Schlussphase. Jetzt ist noch mindestens ein Zähler nächstes Wochenende im letzten Spiel beim 1. FC Köln nötig.

ASC: Sudolski, Petersen; Bruns, Borgolte, Fabisch (2), Bojda (11/1), Kroll, Busse (4), Holste, Wegmann, Delere, Buschhaus (1), Schroll (2), Niklaus (1)