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Galopprennen

Und wieder siegt der „sagenhafte“ Kronerbe

12.02.2012 | 19:10 Uhr
Und wieder siegt der „sagenhafte“ Kronerbe
Galopp in Wambel: acht Rennen standen am Sonntag auf dem Programm.

„Eigentlich wollte wir hier nur trainieren“, erzählt Karl Demme. Weil zu Hause wegen des gefrorenen Boden nichts möglich war. Also ging es mit den Rennpferden nach Dortmund. Und dann wurde der Renntag passgenau von Neuss in die Westfalenmetropole verlegt. Die Konsequenz: Zwei Starter, zwei Siege. Und jetzt? „Fotografiere ich mir erst einmal die Statistik“, sagt Demme. Denn da steht der Hannoveraner ganz oben in der Jahresbestenliste: Mit fünf Saisonsiegen.

Am nächsten Sonntag über 1200 Meter

Mit Sir Rarely legte er schon im Verkaufsrennen los, als der den 11:10-Favoriten Omkareshwar locker distanzierte, mit Kronerbe sicherte er sich dann auch noch den Ausgleich III. „Sagenhaft“, sagt Demme, „so einen wie den, hatte ich noch nie.“ Dass der eigentlich als Flieger profilierte Königstiger-Sohn dann gestern auch in Start-Ziel-Manier sich das 1950-Meter-Rennen einverleibte, verwunderte auch kaum noch seinen Betreuer: „Das interessiert ihn nicht.“

Auch nicht, dass mit Stefanie Rank eine Erlaubnisreiterin die Erfolgsserie des immer noch mit 63,5 Kilo schwer beladenen fünfjährigen Wallachs fortsetzte. Auch wenn Imondo Kronerbe bedrohlich näher rückte, hatte der Wallach stets die Nase weit vorne. Und ist bereits wieder fest für den nächsten Renntag avisiert. „Aber da läuft er wieder über 1200 Meter, da soll er sich erholen“, so der Trainer mit einem Lächeln. Dabei hat der Fünfjährige seit seinem ersten Start im Mai vergangenen Jahres nunmehr schon 23 Rennen bestritten, mit der Gesamtsiegzahl von sieben Erfolgen, vier davon allein in Dortmund.

Ganze vier Pferde nur trainiert Karl Demme in Hannover. Für einen Pferdemann sicherlich eher eine geringe Anzahl. „Aber professionell“, sagt er und meint, „ich könnte auch 20 Pferde trainieren.“ Für die Konkurrenz war dies ein bedrohliches Szenario.

Dabei hatte der geschenkte Renntag durchaus seine Überraschungsmomente, wie der Erfolg von 227:10-Außenseiter Sekundant für den Stall von Peter Gehm. „Der wurde diesmal gut geritten, ich habe damit gerechnet“, erzählte der ehemalige Hindernischampion. Für die 27:10-Favoritin Princess Dumont blieb im Ausgleich IV über die Steherdistanz nur Platz acht. Überhaupt hatten es die Hochgewetteten oft schwer: Seriensieger Sternenwind scheiterte an Casilina. Doch dann lief alles wie erwartet.

Wie bei Feather Storm aus dem Stall von Erika Mäder, den ein Altbekannter zum Sieg steuerte. Pascal van de Keere ließ die Erinnerung an seine Winter-Championate zumindest in diesem Rennen einmal aufblühen. Gerade mal 22:10 gab es für seinen Sieg, ebenso wie für den darauffolgenden von Crespo mit Besitzerin Olga Laznovska im Sattel.

Bis zum Schluss mussten die Zuschauer auf das Lokalkolorit warten. Elgin war’s, der die Wambelbilanz auffrischte. Unter dem dreifachen Siegreiter Maxime Pecheur hatte der von Ralph Schaaf trainierte Fünfjährige keine Probleme Acidici mit viereinhalb Längen auf Distanz zu halten.

René Schröder

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