Trainingsauftakt: BVB-Frauen wollen keine Zeit verlieren

Jochen Busch hat sich nur eine Woche Urlaub an der Ostsee gegönnt. Am heutigen Mittwoch starten die BVB-Frauen in die Saisonvorbereitung, „wir haben keine Zeit zu verlieren“, gibt sich der Sportliche Leiter betont entschlossen.

Dortmund.. Dabei haben die Verantwortlichen der Handballerinnen von Borussia Dortmund längst glänzende Arbeit geleistet. In Torfrau Clara Woltering, Sarolta Selmeci, Nadja Nadgornaja, Anne Müller, Nadja Zimmermann und Kjersti Salberg wurden sechs erstklassige Neuverpflichtungen getätigt, der Kader steht, es fehlt nur noch eine weitere Torhüterin. Sie ist zwar auch schon auserkoren, aber nun gilt es noch sicherzustellen, dass die junge Dame frei aller beruflichen Verpflichtungen auch sofort den Trainingsbetrieb aufnehmen kann.

Volles Haus in Wellinghofen

Grundsätzlich aber geht Jochen Busch davon aus, dass es am Mittwochabend ab 18 Uhr in der Halle Wellinghofen richtig schön voll werden dürfte. So wird auch Virag Vaszari, die sich im Herbst 2014 einen Kreuzbandriss zuzog, auf dem Parkett stehen. Die Linksaußen ist, so Jochen Busch, "eigentlich auch ein Neuzugang".

Obwohl die Saison erst am 12. September startet, nehmen die BVB-Frauen die Vorbereitung schon jetzt auf. Die anderen Teams starten erst ein oder zwei Wochen später, "aber wir haben als Aufsteiger auch etwas aufzuholen. Die 1. Liga ist ein anderes Kaliber, da müssen wir gleich zum Auftakt gerüstet sein."

Neuzugänge müssen integriert werden

Und so gelte es nicht nur an der Fitness zu arbeiten, sondern vor allem auch, schnell ein Team zu bilden, das den Stürmen in der 1. Liga trotzt. "Es ist nicht leicht, innerhalb weniger Wochen sechs neue Spielerinnen zu integrieren", sagt Jochen Busch. Trainerin Ildiko Barna hat bereits in der letzten Saison diese Herausforderung glänzend gemeistert, als das Verletzungspech so unbarmherzig in den schwarzgelben Reihen zuschlug.

Nun also auf ein Neues, und es erleichtert die Aufgabe sicher nicht, dass am Mittwoch der Kader längst noch nicht komplett ist. Mandy Burrekers (Hüft-OP), Rafika Ettaqi (Schulter-OP), Kjersti Saalberg, Anne Müller, die gerade nach einem Teilabriss im Oberschenkel wieder mit dem Lauftraining beginnt, und Carolin Schmele müssen sich auch erst wieder an größere Belastungen gewöhnen.

Große Herausforderung

Aber die Herausforderung ist groß, denn der BVB wird als Aufsteiger schon jetzt reichlich hoch im Oberhaus gehandelt. Jochen Busch sieht ein Team mit viel Erfahrung und dazu starken jüngeren Spielerinnen, "die an der Seite der Etablierten reifen können". Aber wer Clara Woltering, Anne Müller und Nadja Nadgornaja verpflichtet hat, der hat eben "einen tollen Kader", wie Jochen Busch es formuliert.