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Trainer Teis: "Gute Chance verpasst"

02.11.2008 | 21:37 Uhr

"Schade", sagte Trainer Uli Teis, "wir haben heute die Chance verpasst, uns ganz oben festzusetzen." Im Verbandsliga-Spitzenspiel unterlag der OSC dem PSV Recklinghausen mit 25:33 (15:15).

Bauchlandung: OSC-Rechtsaußen Jürgen Lepine schaut den verlorenen Punkten hinterher. (Foto: Hans-Wilhelm Lindemann)

Alles war bereit, den OSC-Sprung nach ganz oben zu erleben, die Halle Hacheney am Nachholspieltag gut gefüllt, und die Hausherren legten mächtig los. "Das waren vielleicht unsere besten zwanzig Saisonminuten", beschrieb Uli Teis später den 12:8-Start, und in der Tat hätte in dieser Phase der Partie wohl keiner der Zuschauer auch nur einen Pfifferling auf den PSV Recklinghausen gesetzt.

Die Wende leitete die Gastgeber-Mannschaft dann aber noch in der ersten Halbzeit selbst ein. In Überzahl blieben sie ohne Tor, gestatteten sie den Gästen andererseits drei Treffer. In der 22. Minute (12:11) war der PSV wieder im Spiel, zu Pause stand es 15:15.

Vor der Saison wurden die verstärkten Recklinghäuser zu den Kandidaten für den Oberliga-Aufstieg gezählt, hatten zuletzt aber drei Mal in Folge ganz knapp gepatzt. "Es war vielleicht ihre letzte Chance, den Anschluss zu halten", vermutete Uli Teis, und mit diesem Bewußtsein ging der PSV in den zweiten Durchgang. Zunächst blieb das Spiel noch ausgeglichen, aber es war bereits erkennbar, dass der OSC-Angriff erhebliche Mühe hatte, die Lücken in der Gäste-Deckung zu finden. "Vielleicht hätte uns Carsten Lueg in dieser Phase helfen können" trauerte Teis ein wenig seinem fehlenden Stand-By-Routinier hinterher. Als Recklinghausen mit vier Toren in Folge von 20:20 auf 24:20 wegzog, versuchte der OSC-Coach mit Benny Strauß noch einen letzten Trumpf zu ziehen, aber dessen zwei Treffer zum 22:24 ließen nur kurzfristig Hoffnung keimen. In den folgenden Minuten erhöhten die Gäste bis auf 33:23, der OSC hatte das Spiel aufgegeben.

"Recklinghausen wird sicher im Kampf um den Aufstieg mitreden", erkannte Teis die Leistung des Gegners an, ohne sich und seine Mannschaft aus der Verantwortung zu nehmen: "Unsere Angriffsschwäche war heute entscheidend." (vos) OSC: Lueg, Pleic; Massat (5), Fuchs (2), Di Carlo (4/2), Aßhoff, Bekston, Lepine (3), Edeling, Ahn (1), Nickolay (2), Fröhling (1), Strauß (3), Austermann (4).

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