Trainer stehen vor Lokalderby Rede und Antwort

In der Handball-Bezirksliga 5 kommt es am Samstag, 17. Januar (19 Uhr) zum Lokalderby und Spitzenspiel zwischen dem Lüner SV und dem VfL Brambauer. Carina Püntmann sprach mit den Trainern Ingo Nagel (VfL) und Jürgen Weber (LSV) über Form, Erwartungen und den bisherigen Saisonverlauf.

Lünen.. Der VfL Brambauer steht auf Platz drei, der Lüner SV ist Vierter. Beide Teams sind punktgleich und stehen nur zwei Zähler hinter dem Spitzenreiter SV Eintracht Dolberg. Welche Bedeutung hat das Derby für Sie?

Nagel: Von der Tabellenkonstellation ist es eine reizvolle Aufgabe. Nach langer Zeit findet endlich wieder ein Lokalderby zwischen diesen beiden Mannschaften statt. In dieser Begegnung ist sicher genügend Pfeffer drin. Alle Spieler sind motiviert genug. Wir wollen diese Partie aber nicht überbewerten. Die Liga ist ausgeglichen. Da kann jeder jeden schlagen.

Weber: Für den Lüner SV ist es eine schöne Sache. Wir hoffen, dass die Halle voll wird. Solch ein Spiel ist für die Stadt auch interessant. Ich sehe diese Begegnung aber wie jede andere auch.
Wie schätzen Sie die Form Ihrer Mannschaft ein?

Nagel: Die Jungs, die in der Lage sind zu trainieren, sind gut drauf und mental stark genug. Uns bereitet die Verletztenmisere aber Bauchschmerzen. Besonders auf den Schlüsselpositionen mussten wir sehr viel improvisieren. Aber wir sehen jetzt Licht am Ende des Tunnels. Allmählich stößt der ein oder andere Spieler wieder zum Team.

Weber: Die letzten beiden Spiele waren nicht so erfolgreich. Wir haben im Training intensiv darüber gesprochen und diese analysiert. Wir trainierten auch anders, haben unseren Kampfgeist wieder hervorgerufen. Wir wollen als Team auftreten. Dann sind wir nur schwer zu schlagen. Unsere Stärken sind uns wieder bewusst geworden.


Apropos Stärken: Welche Stärken und Schwächen hat denn Ihrer Meinung nach der Gegner?

Nagel: Der LSV hat den besten Angriff der Liga, ist dafür aber in der Abwehr anfälliger. Wir wollen uns aber auf unsere Stärken besinnen und schauen, was dabei herum kommt. Jedes Derby hat nun mal seine eigenen Gesetze.

Weber: Wir wollen uns nicht auf Stärken oder Schwächen des Gegners konzentrieren. Auch nicht auf unsere. Es wird die Mannschaft gewinnen, die den Sieg am meisten will. Es ist eine reine Kopfsache und wir wollen mannschaftlich auftreten und so den Sieg einfahren.


Wagen Sie einen Tipp, wie das Spiel ausgehen könnte?

Nagel: Natürlich hoffe ich, dass wir als Sieger hervorgehen. Über Tore möchte ich da aber nicht sprechen. Es ist wichtig, dass wir nach dem Spiel mit gutem Gewissen sagen können, dass wir an die Grenzen gegangen sind. Die Jungs sind heiß und wissen, worum es geht. Die Tagesform wird aber entscheiden.

Weber: Wir müssen gewinnen, wenn wir oben dran bleiben wollen. Mir ist es wichtig, dass wir konzentriert agieren. Wenn wir am Ende mit drei Toren Unterschied gewinnen würden, wäre ich mehr als zufrieden.