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Eishockey

Toller Kampf mit Punkt belohnt

25.01.2013 | 15:41 Uhr
Toller Kampf mit Punkt belohnt
Kevin Thau (links) erzielte vor der ersten Drittelpause den 1:1-Ausgleich für die Elche.Foto: Lars Froehlich

Eishockey-Oberligist EHC Dortmund lieferte den Duisburger Füchsen über weite Strecken der Partie einen tollen Kampf, musste sich dem Favoriten allerdings in der Verlängerung mit 2:3 beugen. Am Sonntag geht es für die Elche in Essen weiter.

Teil eins des Derby-Wochenendes endete für den EHC Dortmund mit einem Punktgewinn: Nach starker Leistung unterlagen die Westfalen Elche den Duisburger Füchsen nach Overtime mit 2:3 (1:1; 1:1; 0:0).

Gute Nachrichten vor Spielbeginn stärkten zunächst nur die Moral bei den leider nicht so zahlreich wie erhofft erschienenen Anhängern. Kevin Thau und Goalie Kai Kristian hatten grünes Licht für einen Einsatz bekommen. Bei der Mannschaft zeigte dies in den ersten zehn Minuten indes kaum Wirkung, wohl auch, weil die Füchse loslegten, als gelte es, das Match im ersten Drittel zu entscheiden. Sie bearbeiteten den EHC permanent, gewannen viele Zweikämpfe und gingen folgerichtig durch Clarke Breitkreuz in Führung, der vor Kai Kristian völlig blank stand und cool einnetzte.

Kevin Thau und Lukas Pek drehen die Partie

Duisburgs Coach Franz Fritzmeier fasste später zusammen: „Danach haben wir aufgehört, Eishockey zu spielen.“ Das ist ein Teil der Wahrheit, der andere findet sich im erwachenden Kampfgeist der Elche, die jetzt ganz allmählich im Spiel ankamen. Nach und nach kamen die Pässe genauer, der Puck wurde immer öfter beherzt verteidigt; spätestens nach Kevin Thaus Ausgleich war es eine völlig offene Auseinandersetzung.

Das Mitteldrittel gehörte eindeutig den Gastgebern, die dennoch nur einmal trafen - dafür aber spektakulär: Lukas Pek nutzte den Flügellauf von Igor Bacek zum 2:1, eine Überraschung lag in der Luft. Doch eine altbekannte Schwäche konnten die Elche auch gegen die Füchse nicht abgelegen: Der gefährlichste Moment ist der erste Pass gleich nach Eroberung der Scheibe. Hierbei provoziert der EHC viele gefährliche Gegenstöße der Gegner, die das, je nach Klasse, meist gnadenlos nutzen. So geschehen auch beim Ausgleich von Marcel Ohmann. Sven Linda verlor auf diese Weise den Puck im gegnerischen Drittel, hatte eigentlich sogar eine gute Schussgelegenheit, statt dessen fuhren die Füchse einen messerscharfen Konter.

Das Schlussdrittel blieb torlos, so dass die Verlängerung über den zweiten zu vergebenden Punkt entscheiden musste. Ein paar Mal war der EHC ganz nah dran, konnte aber Goalie Björn Linda, EHC-Svens Bruder, nicht überwinden, statt dessen entschied Nico Opree das Spiel für den zu zwei Dritteln mit Förderlizenzspielern aus Krefeld und Köln bestehenden EVD.

„Ich bin mit dem Punkt sehr zufrieden“, beschied Krystian Sikorski, „wir wollten die Füchse so lange wie möglich ärgern, das ist uns gelungen. Wenn wir so in Essen auftreten, haben wir eine gute Chance.“ Sein Pendant Franzmeier pflichtete bei, wenngleich unzufrieden mit seinem eigenen Team: „Der EHC hat uns vorgemacht, was mit Kampfgeist und Teamplay möglich ist.“

Im nächsten Derby am Sonntag (18.30 Uhr) bei den Moskitos müssen die Elche gewinnen, wenn sie sich noch Hoffnungen auf den vierten Platz machen wollen.

Andreas Kuhlmann



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