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Radchampionat in Brackel

Tim Klessa mit bester Taktik und den schnellsten Beinen

05.09.2010 | 16:14 Uhr
Tim Klessa mit bester Taktik und den schnellsten Beinen
Siegerehrung in Brackel: Tim Klessa vor Dominik Ivo und Patrick Bercz.

Für einen Sieg eines waschechten Lokalmatadoren hat es beim 54. Internationalen Rad-Championat des RRC Curve Brackel nicht gereicht. Ein Fast-Dortmunder stand dennoch auf dem Siegertreppchen. Der Attendorner Dominik Ivo lebt und studiert in Dortmund, wurde Zweiter hinter dem Hürtgenwalder Tim Klessa und ließ sich ob seiner Verbindung zu seiner neuen Wahl-Heimat gebührend von den Fans feiern.

Volksfeststimmung
an der Strecke

Strahlender Sonnenschein, eine durchaus erfreuliche Zuschauerkulisse, im Start-Ziel-Bereich ein Hauch von Volksfeststimmung. Die äußeren Umstände bei der 54. Auflage des Rad-Championats waren in den vergangenen Jahren schon mal schlechter.

Da wollten sich die Hauptdarsteller natürlich nicht lumpen lassen. Bei zügigem Tempo setzte sich schon nach drei von neun zu fahrenden Wertungen eine achtköpfige Gruppe vom Hauptfeld ab. Zumindest eine Vorentscheidung war damit gefallen. Die Ausreißer fuhren einen Vorsprung von maximal einer Minute heraus und punkteten fleißig. Zwar kam es zwölf Runden vor Ende des 90 km langen Rennens wieder zum Zusammenschluss, doch an der Spitze war die Entscheidung gefallen. Tim Klessa hatte sich als bester Taktiker und schnellster Sprinter erwiesen, der die Wertungen vier, fünf und sechs jeweils souverän gewann.

Dabei zeigte sich immer das gleiche Bild. Dominik Ivo, der Wahl-Dortmunder aus Attendorn, zog den Sprint an und wurde regelmäßig Zweiter. Warum er denn immer wieder von vorne gefahren sei, wurde Ivo später gefragt. „Ganz einfach“, schmunzelte der Sauerländer, „ich wusste ja, dass Tim schneller ist als ich, so hatte ich ja wenigstens den zweiten Platz sicher.“

Eine Taktik, die so auch aufging. Am Ende hieß es Klessa vor Ivo und Patrick Bercz (Team Seven Stones). Die beiden Dortmunder Tim Gebauer oder Christoph Schübbe konnten nicht in die Entscheidung eingreifen.

Zumindest in den Nachwuchs-Rennen war das anders. Bei der U 17 behauptete sich der Hombrucher Sebastian Schübbe auf Rang acht.. Bei den Junioren U 19 fuhr sein Hombrucher Teamkamerad Andre Laudanski auf Rang zehn. Wobein in dieser Klasse mit Justin Wolf eine ehemaliger Hombrucher auf Platz vier einlief. Wolf fährt für den RSV Unna.

Gut angenommen wurde auch wieder das Promienten-Rennen. Wie im Vorjahr war am Sieg des Radsport begeisterten Dr. Georg Sondern nicht zu rütteln. Nach drei Runden setzte sich der Oberarzt des Klinikums Dortmund vor Rudolf Gomolka (Orthopädietechnik Kritzler) und Dr. Dietmar Schollähn (Arzt für Urologie) durch. Bester Nichtmediziner: Der ev. Gemeindepfarrer Eckhard Wedegärtner auf Rang vier.

Peter Kehl

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