Thorsten Stoschek bastelt am Kader mit Perspektive
19.08.2010 | 19:32 Uhr 2010-08-19T19:32:00+0200
Es ist kurz vor Trainingsbeginn. OSC-Spieler, -Trainer und -Betreuer sitzen oder stehen am Hallenrand und beobachten genau, was auf dem Spielfeld passiert. Da zirkuliert der Ball vor dem Tor, werden Angriffsvarianten geprobt - und das dazugehörige Deckungsverhalten. Es trainiert der neue Klassenkonkurrent Westfalia Hombruch. „Ich schätze sie auf Augenhöhe ein“, versucht Thorsten Stoschek einen Vergleich. Genaueres weiß er erst am 11. Dezember, dann steht das Lokalderby an.
Aber nicht nur die Aufsteiger sind eine unbekannte Größe. Auch der OSC selbst birgt eine Menge Fragezeichen, denn es ist vieles neu bei dem Traditionsclub, der zunächst die wieder erlangte Vormachtstellung im Dortmunder Handball verteidigen möchte.
Da ist an erster Stelle der Trainer selbst. Thorsten Stoschek, mit großer Vita aus seiner aktiven Zeit ausgestattet, muss den Sprung vom Jugendtrainer zurück in den Seniorenbereich schaffen. Wie kommt sein Stil – er gilt als harter Hund, der auch mal mächtig laut werden kann – bei den Etablierten an?
Vier Spieler hat er aus seiner A-Jugend mitgebracht: Lukas Brüske, Christian Hue, Niels Polinski und Sohn Dan wissen wie der Trainer tickt. „Die anderen werden sich an ihn gewöhnen “, so Roland Wilms, schon Partner von Ex-Trainer Carsten Lueg. „Spätestens wenn sie merken, dass alles Hand und Fuß hat“, so Wilms, „werden auch die Älteren Thorstens Art akzeptieren.“
Ältere Spieler muss man im neuen OSC-Kader im Übrigen mit der Lupe suchen. Torhüter Malte Lueg ist der einzige über 30. Er hebt den Schnitt auf 23. Auch Neuzugang Julian Kaupen (Volmetal) spielt erst seine vierte Senioren-Saison. Da wirkt Rückkehrer Dominik Ahn schon wie ein Routinier.
Für Thorsten Stoschek ist diese Altersstruktur ideal, denn er baut auf Perspektive: „Am Vereinskonzept hat sich nichts geändert: Diese Saison gilt der Konsolidierung – wir wollen uns möglichst klar von unten absetzen – und in der nächsten Spielzeit können wir dann an mehr denken.“
Trotz all der Jugend weiß der Kern des Kaders übrigens schon jetzt, was Verbandsliga bedeutet. Spieler wie Philipp Schürmann, Benny Strauß, Florian Edeling und Bastian Tomlik haben ihre Tauglichkeit längst bewiesen. Tim Schröter führt mit großem Potenzial die Garde der jungen Wilden an. Und rechtsaußen ist Jürgen Lepine - mit 26 ältester Feldspieler - schon fast eine Verbandsliga-Ikone.
Noch sind drei Wochen Zeit bis zum Auftakt gegen Nachbar HSG Schwerte-Westhofen, der gleich am neuen Heimspiel-Termin in die Halle Hacheney kommen wird: Wann immer die Gegner zustimmen wird freitagabends um 20.15 Uhr gespielt.
16:40
Ob der OSC, die Hombrucher oder die Höchstener in Dortmund vorne sind, ist gleichzusetzen als wenn in China ein Sack Reis umfällt. Viele Grüße vom BvB.
12:31
Glaubt man beim OSC tatsächlich, dass die Neuzugänge die Abgänge Austermann, Bekston, Köhne, Massat und Bratzke ausgleichen können?
08:58
Vormachtstellung...das ich nicht lache...
nur weil der HC Süd letztes Jahr mit dem OSC die einzigen Dortmunder Verbandsligisten waren und dieser nun den bitteren Gang in die LaLi antreten musste, hat der OSC doch keine Vormachtstellung inne. Denke eher, dass der OSC gerade vor der Borussia vom Höchsten einknicken wird und der TuS aus Hombruch auch nicht ohne ist. In der Jugendarbeit gebe ich meinem Vorredner Recht. Nach kruzem Zwischenhoch sind die OSCer, was das angeht, wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Der ASC hat da bei den Jungen einfach noch die Nase in Dortmund vorn...
20:48
denn es ist vieles neu bei dem Traditionsclub, der zunächst die wieder erlangte Vormachtstellung im Dortmunder Handball verteidigen möchte.
Welche Vormachtsstellung????
Im Seniorenbereich gibt es einige Vereine, die mindestens genauso gute Arbeit leisten. Und in der Jugendarbeit ist nach einem kurzen Zwischenhoch mitlerweile wieder Tristesse eingekehrt.
Also - bitte auf dem Teppich bleiben, auch wenn es eine glorreiche Vergangenheit beim OSC gibt!