Tan Gun Sports holen sechs Goldmedaillen

Die Kampfschule Tan Gun aus Brambauer schreibt weiter an ihrer Erfolgsgeschichte. Bei den Taekwondo-Weltmeisterschaften im italienischen Jesolo stellte Tan Gun 14 der insgesamt 35 Kämpfer des deutschen Aufgebots. Am Ende der elftägigen Wettkämpfe hatten die Brambauer sechs Goldmedaillen im Gepäck.

Brambauer.. "Damit durfte keiner rechnen", sagte Tan-Gun-Chef und Bundestrainer Brahim Triqui zum Erfolg seiner Athleten in Italien. Eine besondere Ehre wurde Anis Triqui zu Teil. Als jüngster Kämpfer durfte er bei der Eröffnungszeremonie am Einmarsch der Nationen teilnehmen. Gleich am nächsten Tag wurde es für ihn (Junioren, 50 Kilogramm) ernst. Nach einem nervösen Beginn überstand er die ersten drei Runden. Gegen einen Slowenen folgte das bittere Aus. Kurz vor dem Ende kassierte der Sohn des Tan-Gun-Chefs die dritte Verwarnung. Dennoch durfte sich Triqui über Bronze bei seiner Premiere freuen.

Gleich drei Medaillen gab es für Jenny Glück (55 Kilogramm). Im Einzel wurde sie erst von einer Irin gestoppt - Silber. Auch im Tul erreichte Glück Silber, im Team-Tul langte es zu Bronze. Der erste Titel ging auf das Konto von Al-Amin Rmadan (68 Kilogramm). "Großes Kino", bescheinigte ihm Triqui im Finale gegen einen Engländer, das Rmadan "haushoch" für sich entschied.

Gleich zwei Einzeltitel gingen an die Familie Adolfs. Britt (50 Kilogramm) machte es spannend. Im Finale landete sie neun Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Punkt. "Sie ist clever, sie hört zu", lobt Triqui. "Das Niveau ist hoch, da muss man immer an sich glauben", so der Bundestrainer. Britts Bruder Colin (78 Kilogramm) begann etwas unkonzentriert, fand im Halbfinale gegen einen Ukrainer aber in die Spur und ließ einem Kanadier im Finale keine Chance - Titel verteidigt.

Die Goldmedaillen vier bis sechs gab es im Teamwettbewerb. Britt Adolfs, Aileen Kircher und Sarah Lehne waren Teil des fünfköpfigen deutschen Frauen-Teams. Nach spannenden Duellen wartete im Finale Norwegen. Knapp setzten sich die Brambauerinnen und ihre Kolleginnen durch. "Sie haben einen Riesenjob gemacht", so Triqui.