Tätlichkeit kostet die SGW einen Punkt

Mit einem Punkt haben sich die Oberliga-Wasserballer der SGW Rote Erde/SV Brambauer im Heimspiel gegen Aufsteiger Iserlohn begnügen müssen. Die Teams trennten sich mit 9:9-Unentschieden. Die Hausherren hatten noch Glück, keine Niederlage zu kassieren. Sie mussten einen Großteil des letzten Viertels in Unterzahl absolvieren.

Brambauer.. Aleksandar Carapic ließ sich bei einer sicheren 9:6-Führung zu einer Tätlichkeit hinreißen und musste aus dem Becken. "Das war der Knackpunkt", sagte Trainer Björn Blank, dessen Mannschaft sich in der zweiten Hälfte der Partie hatte absetzen können.

"Es war das erwartet schwere Spiel", so Blank, der in der ersten Halbzeit "eine ausgeglichene Partie" gesehen hatte. "Wir haben leider viele Torchancen nicht genutzt. Das war ärgerlich", kritisierte der SGW-Coach, der auch immer wieder mit ansehen musste, wie Rote Erde/Brambauer den Gegner aus dem Sauerland zu Konterchancen einlud.

Dabei war die Schnelligkeit des Tabellenfünften bekannt, hat der doch mit den Brüdern Jan-Ole und Arne Hillebrand zwei Leistungsträger in seinen Reihen, die in der Bundesliga-Saison der SGW noch zu den Stützen der Mannschaft gehört hatten.

Nach dem Seitenwechsel nahmen die Hausherren dann jedoch das Heft in die Hand. Die Defensive stand sicher. Die Hausherren setzten sich - scheinbar vorentscheidend - auf 8:4 ab. Bis zur Tätlichkeit von Carapic beim Stande von 9:6, die dem Gegner nicht nur einen Strafwurf, sondern auch eine vierminütige Überzahl bescherte.

Durch den Punktverlust der SGW gewinnt das Rennen um den Oberliga-Titel weiter an Dramatik. Der Tabellenführer hat nun genauso viele Minuspunkte auf dem Konto wie der SV Duisburg 98 II und liegt nur noch aufgrund des besseren Torverhältnisses auf dem ersten Rang. Es folgen schwere Auswärtsspiele in Solingen und Aachen.