SVL will aus eigener Kraft die Liga halten

Für Wasserball-Zweitligist SV Lünen ist der letzte Spieltag entscheidend. Die Mannschaft von Trainer Jens Blomenkemper hat am Sonntagabend im Heimspiel gegen den SV Krefeld II die Möglichkeit, den Klassenerhalt endgültig perfekt zu machen.

Lünen.. Wasserball-2. Liga
SV Lünen - SV Krefeld II
(So, 18.45 Uhr, Lippe Bad, Konrad-Adenauer-Straße 28, Lünen)

Die Ausgangslage sieht wie folgt aus: Der SV Lünen ist Tabellenvorletzter, hat aktuell 5:29-Punkte. Schlusslicht SV Rheinhausen (4:30) holte bisher einen Zähler weniger. Da nur der Tabellenletzte in die Oberliga absteigt, müsste aktuell der SV Rheinhausen den Gang in die niedrigere Liga antreten. Das Team aus Duisburg hat aber noch die Chance, die Liga zu retten.

Dafür müsste ein Sieg am Freitagabend (19 Uhr) gegen Spitzenreiter ASC Duisburg II her. Zudem müsste der SV Lünen gegen den SV Krefeld II verlieren. So einfach, wie es von der Papierform her für den ASC Duisburg II aussehen mag, wird es aber nicht.

Denn mindestens fünf Spieler der Reserve verstärken die eigene Erste beim Erstliga-Auswärtsspiel in Berlin. Duisburg wird demnach wahrscheinlich mit Jugendspielern antreten. "Verloren hat der SV Rheinhausen dieses Spiel noch längst nicht", weiß auch Blomenkemper.

"Alles geben und zeigen"

Der SV Lünen will aber nicht von Rheinhausen abhängig sein. "Natürlich schauen wir am Freitagabend, was Rheinhausen macht. Aber in erster Linie schauen wir auf uns. Wir wollen im letzten Saisonspiel alles geben und zeigen, dass wir tatsächlich Wasserball spielen können", sagt der Coach.

Sein Team wolle "aus eigener Kraft" den Klassenerhalt perfekt machen. Blomenkemper spielt mit dem Gedanken, heute Abend zum SV Rheinhausen zu fahren, um sich die Partie selbst anzusehen. Doch das wolle er "spontan entscheiden".

Beschränktes Training

Auf Krefeld II konnte sich der SV Lünen unter der Woche aus Krankheitsgründen nur bedingt vorbereiten. Spielerische Elemente standen eher im Vordergrund.

Dass der SVL allerdings im heimischen Becken auch Top-Teams ärgern kann, bewies er in der Vergangenheit schon häufiger. Auch diesmal geht Blomenkemper optimistisch ins Spiel: "Wir haben uns zu Hause fast immer gut angestellt. Da bin ich jetzt auch guter Dinge." Der Coach muss im letzten Spiel auf den langzeitverletzten Kevin Götze (Schulter ausgekugelt) verzichten.