SVL-Wasserballer blicken auf die Konkurrenz

Der SV Rheinhausen, Schlusslicht der 2. Wasserball-Liga, hat am Dienstagabend 8:11 gegen den Tabellensechsten Uerdingen verloren. Der Tabellenletzte hat somit weiterhin einen Punkt Rückstand auf den SV Lünen - und nur noch ein, noch dazu schweres, Spiel zu bestreiten. SVL-Coach Jens Blomenkemper will sich aber noch nicht zum Klassenerhalt gratulieren lassen.

Lünen.. Am Freitag, 12. Juni, muss Rheinhausen zu Hause gegen den souveränen Meister ASC Duisburg II ran - eigentlich ein aussichtsloses Unterfangen. Darf man Ihnen also schon zum Klassenerhalt gratulieren Jens Blomenkemper?

Das weiß ich gerade auch nicht ganz genau. Im Normalfall, kann Rheinhausen gegen Duisburg nicht gewinnen. Im Wasserball weiß man aber nie, was passiert. Vielleicht schafft es der ASC nicht pünktlich zum Spiel. Vielleicht reist das Team nur zu acht an und kassiert zwei Tätlichkeiten. Also müssen wir das Spiel noch abwarten.

War das Ergebnis in Rheinhausen enger, als Sie erwart hatten?

Ja, das war es. In den letzten Wochen hat Rheinhausen nur haushohe Niederlagen kassiert. Es war nicht damit zu rechnen, dass sie Uerdingen am Rand einer Niederlage haben würden.

Wie haben Ihre Spieler auf die Nachricht reagiert?

Mit Erleichterung, mit Freude. Ich hatte Olaf Bispinghoff im Vorfeld gefragt, ob er am 14. Juni gegen Krefeld am letzten Spieltag ins Wasser springen kann. Er hat dann gleich gefragt, ob das noch nötig wäre.

Und? Ist es nötig?

Ja. Denn zum einem steht es ja noch in den Sternen, ob wir punkten müssen. Außerdem wollen wir das letzte Spiel gewinnen. So oder so. Wir möchten es aus eigener Kraft geschafft haben und die Saison mit einem positiven Gefühl beenden.

Verändert sich die Vorbereitung auf das letzte Spiel durch die neue Konstellation?

Zumindest bin ich seit Dienstagabend deutlich beruhigter. Der Druck und der Stress sind etwas abgefallen. Dennoch: Wir wollen das letzte Spiel gewinnen.