SV Lünen trifft als Außenseiter auf Bochum

Wenn die Zweitliga-Wasserballer des SV Lünen am Sonntagabend ins Becken des Lippe Bads springen, wollen sie eine offene Rechnung begleichen. Das Hinspiel gegen den SV SV BW Bochum ging mit 3:13 deutlich verloren. Einfach wird die Partie gegen den Tabellenvierten sicher nicht. Der SVL tritt als Außenseiter an.

Lünen.. Wasserball: 2. Bundesliga
SV Lünen - SV BW Bochum
(So, 18.45 Uhr, Lippe Bad, Konrad-Adenauer-Straße 28, Lünen)

Vier spielfreie Wochen liegen hinter den Lünern. "Kein Problem", sagt Trainer Jens Blomenkemper. "Wir sind diese Pausen rund um die Ferien gewohnt." Als Tabellenneunter, mit einem Punkt Vorsprung auf Schlusslicht Rheinhausen, verabschiedete sich der SVL in die spielfreie Zeit. Diesen Vorsprung auf den Abstiegsplatz wollen die Lüner in den restlichen sieben Spielen verteidigen. Entscheidend dürften dafür aufgrund der Heimstärke die vier Partien im Lippe Bad sein - die erste davon am Sonntag gegen Bochum.

An das Hinspiel hat Trainer Jens Blomenkemper keine guten Erinnerungen. "Das war deutlich", erinnert er sich an die 3:13-Niederlage. Gleiches gilt für die 4:17-Pleite gegen den Aufsteiger in der Vorbereitung. Das Spiel des Tabellenvierten lebt von zwei Protagonisten. Routinier Raul Diakon kam als Center vom Erstligisten SV Duisburg 98 nach Bochum. Nationalspieler Till Rohe kehrte von Vizemeister ASC Duisburg zurück zu den Bochumern und agiert als Spielmacher.

Im Hinspiel verzichtete Blomenkemper auf eine Sonderbewachung. Das wird am Sonntag anders sein. "Wir werden versuchen, sie aus dem Spiel zu nehmen", kündigt Lünens Coach an. "Auch sie werden sich erst einmal an das kleine Becken im Lippe Bad gewöhnen müssen." Center Diakon solle so eng bewacht werden, dass die Gäste gezwungen sind, aus der zweiten Reihe zu agieren. Soweit der Plan.

Blomenkemper, dessen Kader am Sonntag komplett ist, weiß aber auch: "Wir sind ganz klar der Außenseiter gegen Bochum." Abschenken werde seine Mannschaft die Partie aber nicht: "Jeder Sieg wäre in unserer Situation unheimlich wichtig. Je länger die Saison dauert, desto kritischer könnte die Lage werden."