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Frauenfußball

SV Berghofen zum 100-Jährigen vor dem größten Triumph

12.06.2012 | 17:02 Uhr
SV Berghofen zum 100-Jährigen vor dem größten Triumph
Die Frauen des SV Berghofen beim Sieg gegen Hauenhorst: Jubeln sie auch am Sonntag in Bochum?

Nach dem 2:1-Erfolg im Spitzenspiel gegen Germania Hauenhorst und der gleichzeitigen Meisterschaft des Regionalligisten 1. FFC Recklinghausen haben die Fußballfrauen des SV Berghofen die Tür zur Regionalliga weit aufgestoßen. Ein Punkt im abschließenden Top-Duell am Sonntag (15.00 Uhr) beim bereits feststehenden Westfalenliga-Meister VfL Bochum II reicht, um das große Ziel zu erreichen.

„Niemand hat da mit gerechnet und auch ich kann das Ganze noch nicht so richtig realisieren“, sagt Manfred Schulze vor dem Spiel der Spiele, „irgendwie fehlt mir noch diese Aufstiegsstimmung. Aber warum sollte es uns nicht gelingen, einen Punkt aus Bochum zu entführen?“ Der Trainer sieht sein Team keineswegs chancenlos, denn immerhin hielt man beim 0:1 im Hinspiel glänzend mit - und das gegen eine Bochumer Mannschaft, die damals mit fünf Spielerinnen der Regionalligamannschaft verstärkt worden war.

Ein Scheitern wäre kein Beinbruch

Schulze verweist allerdings auch darauf, dass, wenn es mit dem Aufstieg nicht klappen sollte, dies keinen Beinbruch darstellen würde. Seine Mannschaft hat nach dem Aufstieg im vergangenen Jahr eine überragende Saison gespielt und schon mehr erreicht, als die kühnsten Optimisten in Berghofen gehofft hatten. „Aber ich habe auch etwas Sorge um den Verein und die Mannschaft“, sagt der Coach, „denn die Regionalliga ist doch eine ganz andere Hausnummer als die Westfalenliga.“

Auch im Falle des Aufstiegs würde Manfred Schulze weiterhin dem Kader dieser Saison vertrauen. „Es ist ja fast unmöglich, auf dem Spielermarkt tätig zu werden. Die meisten Spielerinnen haben schon die Zusage bei anderen Vereinen gegeben. Aber wenn sich noch etwas ergeben sollte, wären wir nicht abgeneigt“, so Schulze, der sich aber, wie berichtet, noch mit zwei erfahrenen Neuzugängen in aussichtsreichen Gesprächen befindet.

Ein Problem sieht er dagegen in der finanziellen Ausrichtung. Der SVB zahlt den Spielerinnen keine Aufwandsentschädigungen. „Wir bauen einen Kunstrasenplatz auf eigene Kosten, da ist aktuell kein Geld da“, so der Coach, der sich darüber freute, dass dennoch stets ein Bus zu den Auswärtsspielen zur Verfügung gestellt wurde. Mit dem Bau des neuen Kunstrasenplatzes wird nach dem letzten Punktspiel begonnen, er soll dann im September fertig sein. Wo bis dahin trainiert und gespielt wird, ist noch offen. In dieser Woche gab und gibt es viele Gespräche zwischen Manfred Schulze und dem Vorstand, aber auch mit der Mannschaft bezüglich der Situation und über die sich bietenden Möglichkeiten.

Nun ist es angerichtet für den SV Berghofen. Das Team muss sich nur noch für eine außergewöhnlich gute Saison mit dem Aufstieg belohnen und die Krone aufsetzen. Und alle sind hoch motiviert: wollte der Coach einen trainingsfreien Montag einlegen, musste er diesen auf Wunsch des Kaders streichen. Daher fahrens sie mit der festen Absicht nach Bochum, das Spiel gewinnen zu wollen und damit genau zum 100-jährigen Vereinsbestehen den größten Erfolg der Geschichte feiern zu können.

Oliver Klippert



Kommentare
13.06.2012
12:47
Wachablösung !
von Luemmel04 | #1

Gratulation an Berghofen, die damit die lange unangefochtene Dortmunder Nr.1 im Damen-Fußball, der SG Lütgendortmund den Rang ablaufen.

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