SuS Oberaden II macht im Pokal kurzen Prozess

Damit hat wohl kaum jemand gerechnet: Die Kreisliga-Handballer des SuS Oberaden II fegten Bezirksligist VfL Brambauer deutlich aus dem Pokal. Damit zogen die Grün-Weißen ins Halbfinale ein. Die Damen des VfL Brambauer waren erfolgreicher, sie zogen ins Halbfinale ein. Die Frauen des Lüner SV schieden aus.

Lünen.. Kreispokal Hellweg, 2. Runde
Oberaden II - VfL Brambauer 36:24 (16:14)

Der VfL Brambauer war gezwungen, personell mächtig zu improvisieren. Die Anzahl der Ausfälle ließ sich nicht mehr an einer Hand abzählen. "Trotzdem haben wir das im ersten Durchgang gut hinbekommen und sind gut aus der Pause gekommen", sagte VfL-Trainer Ingo Nagel. Brambauer drehte dank einer Drei-Tore-Serie das Ergebnis auf 17:16. Bis zum 20:20 verlief die Begegnung auf Augenhöhe, ehe beim VfL der Faden riss. "Das, was wir dann gezeigt haben, kann ich nicht erklären. Die Kräfte ließen nach. Wir haben einen Fehlpass nach dem anderen gespielt und so viele Gegenstöße kassiert", berichtete Nagel.

Gnadenlose "Cobras"

Der SuS Oberaden II nutzte jeden Fehler eiskalt aus, kam immer wieder über sein Tempospiel zu einfachen Toren. Allen voran Hendrik Schuchtmann, der zwölfmal traf. "Ab der 40. Spielminute haben wir eine großartige Partie bestritten. Dank einer tollen Abwehr und einem starken Stefan Schaumann im Tor konnten wir uns deutlich absetzen", resümierte SuS-Coach Björn Grüter.
Die "Cobras" zeigten keine Gnade, putzten den klassenhöheren VfL Brambauer mit zwölf Toren Unterschied aus der eigenen Halle. Diese hohe Niederlage sitzt beim VfL noch tief. "Wir haben uns voll und ganz aufgegeben. Die zweite Halbzeit 10:20 zu verlieren, ist nicht akzeptabel. Glückwunsch aber an Oberaden, das den Sieg mehr als verdient hat", zeigte sich Nagel als fairer Verlierer.

TEAMS UND TORE
SuS:
Schaumann/Kissing - Wagner (3), Jaszmann (2), Krock (4), Titz (6/2), P. Schuchtmann (3), M. Neureiter (1), H. Schuchtmann (12), Guminski (3), Junge (1)
VfL: Welski/Karanski - Ruch (4), L. Langmann (3), Bangemann (1), Nowak (1), Eder (5), Varhatov (6/2), P. Langmann (2), Abels (1), Greinert (1)



Frauen-Kreispokal, 2. Runde
VfL Brambauer - Kaiserau 30:27 (17:10)

Trainer Uli Richter war besonders stolz auf die erste Halbzeit: "Da haben wir stark gespielt, haben Kaiserau nicht den Hauch einer Chance gelassen." In der Tat. Brambauer legte bärenstark los, führte schnell 7:1. Bis zur 25. Minute behielt das Team den Vorsprung, ehe Kaiserau auf 9:13 herankam. Doch dank eines Schluss-Spurtes schraubte der VfL das Ergebnis noch einmal auf 17:10 hoch.
Nach der Pause überraschten die Gäste mit einer offensiven Deckung. Nina Karau und Marta Rykowski wurden in Manndeckung genommen. Ein passendes Mittel fand der VfL dagegen nicht. Kaiserau kam immer näher heran. Dank einer starken Lena Piepenkötter im Tor wurde der Sieg aber in trockene Tücher gebracht.

TEAM UND TORE
VfL:
Piepenkötter/Wiegandt - N. Karau (2), L. Karau (3), Rykowski (6), Plotek (9), Neumann (6), Akyildiz (1), Sahage, Pötter (2/1)



Lüner SV - Dolberg 27:39 (14:17)

Die Rot-Weißen mussten personell arg gebeutelt antreten. Kurzfristig fielen drei Spielerinnen aus. Somit lief der LSV gerade einmal mit acht Feld-Akteurinnen auf."Dafür haben wir die erste Halbzeit aber sehr gut mitgehalten", sagte Trainer Marcel Mai. Seine Schützlinge führten bis zur 20. Spielminute, waren sogar in Überzahl. Doch diese verlor Lünen und geriet somit in Rückstand. Bis zur Pause war das Ergebnis aber noch im Rahmen.
Im zweiten Durchgang lief dann aber nur wenig. "Man hat die Weihnachtsfeier, die wir einen Tag zuvor hatten, gemerkt. Dass wir jetzt aus dem Pokal raus sind, ist aber nicht so tragisch. Doch katastrophal ist nun mal, dass wir 39 Gegentore kassiert haben. Das ist eindeutig zu viel", sagte Mai. "Vorn im Angriff können sich 27 Tore aber sehen lassen."