SuS Oberaden bezwingt Kreisligist TV Werne

Handball-Verbandsligist SuS Oberaden steht im Endspiel des Kreispokals Hellweg. Der Erfolg über Kreisligist TV Werne fiel am Samstag aber nicht so deutlich aus wie im Vorfeld erwartet. Oberadens zweite Mannschaft hat die Sensation hingegen knapp verpasst.

Werne.. Handball, Kreispokal-Halbfinale
Werne - Oberaden 25:30 (9:16)

Die Gäste legten nach einigen Fehlversuchen beider Teams vor. Werne blieb aber dran und ging beim 3:2 durch Lutz Wierling erstmals in Front. Es sollte die einzige Führung des Spiels sein. Bis zur zehnten Minute bliebe die Sieben von Bernd Hüttemann dran, danach gab es zahlreiche Fehlpässe und -Würfe.

Oberadens Keeper Marc Menge hatte wenig Mühe, die Würfe zu entschärfen. Auf der Gegenseite hatte Fabian Rensmann, der zunächst im Kasten stand, wenig Glück bei seinen Aktionen. Als er bei einem Abwurf geblockt wurde und ein Tor zum 6:10 kassierte, durfte Martin Wulfert ran.

Oberaden dominierte fortan weiter das Spiel und kombinierte vor dem Kreis munter drauf los. Das Team hatte keine Probleme damit, dass nicht geharzt wurde.

Werne versuchte es kurz vor der Pause mit einer taktischen Variante. Marcel Bade und Simon Benecke nahmen Oberadens Aufbauspieler Stephan Schichler und Rückraummann Pascal Stennei in Manndeckung.
Die Maßnahme fruchtete nicht ganz. Werne musste Oberaden über 8:13 auf 9:16 zur Pause ziehen lassen. Nach dem Seitenwechsel zog Oberaden die Zügel an. Beim 24:14 betrug der Vorsprung der "Kobras" sogar zehn Tore.

Erst jetzt kam Werne auf. Hüttemann probierte es mit zwei Kreisläufern. Alexander Gröblinghoff und Michael Abdinghoff versuchten ihr Glück. Beide kamen am Ende auf je einen Treffer.

Oberaden nahm Mitte der zweiten Halbzeit zwei Gänge raus, ließ den beiden A-Jugendlichen Lauris Hajduk und Niklas Bremme mehr Spielzeit. Werne kam auf. Keeper Martin Wulfert parierte einige Bälle und vorne gingen die Bälle auf einmal in Serie ins Tor. Über 15:25 stand es auf einmal 19:25. Lutz Wierling verkürzte zwischenzeitlich beim 24:28 auf vier Tore. Oberaden schaukelte den Sieg am Ende aber locker nach Hause.

"Wir haben in den ersten Minuten gut mitgehalten und den Respekt erst spät abgelegt. Im Angriff haben wir zu hastig abgeschlossen. Erst als Oberaden die Kräfte schonte und wir taktisch umgestellt haben, lief es besser", sagt Wernes Hüttemann.

Sein Gegenüber Ralf Weinberger: "Wir haben das Spiel die ganze Zeit über dominiert. Ab der zehnten Minuten, als wir die Zügel angezogen haben, war das Spiel entschieden. Zum Schluss haben wir etwas die Fahrt rausgenommen und unsere Jugendspieler ins Spiel gebracht".

TEAMS UND TORE
TVW:
Rensmann/Wulfert - Most, Berg (2), Abdinghoff (1), Havers, Brocke (1), Gröblinghoff (1), Wierling (8), Thiemann (7), Gründken (1), Benecke, Bade (2), Müller (1)
SuS: Menge/Caspari - Schumacher (2), Fehring (5), Stratmann (3), P. Stennei (7), Schichler, Neureiter (6), Notthoff, Hajduk (6), Bremme (1)

SuS Oberaden II - TuRa Bergkamen 22:25 (12:15)

Nach 50 Minuten glichen die Gastgeber am Samstagabend in der Römerberghalle gegen Verbandsligist Bergkamen zum 20:20 aus. Hatten die Gäste in Durchgang eins noch einige Top-Spieler geschont, schickten sie jetzt ihre stärkste Sieben aufs Parkett.

"Das war eine starke Leistung. Wir haben gesehen, dass wir drei Klassen höher spielende Mannschaften ärgern können, wenn jeder für den anderen kämpft", sagte SuS-Trainer Björn Grüter. Erst in der Schlussphase entschied TuRa das Spiel und zog ins Endspiel gegen die Oberadener Verbandsliga-Erste ein.

"Den Schwung aus diesem Spiel sollten wir mitnehmen", sagt Grüter. Schließlich stellte der verlustpunktfreie Kreisliga-Spitzenreiter unter Beweis, dass der Aufstieg in die Bezirksliga überfällig ist.

TEAM UND TORE
SuS:
Schaumann/Kissing - Gonschewski 4/2, Wagner, Jaszman 1, Rodefeld 3, Krock 5, Titz, P. Schuchtmann 2, H. Schuchtmann 5, Neureiter 2, Guminski, Junge