Stephan Kleine über seinen unglaublichen Treffer

Die Holzpfosten Schwerte haben im sich im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft im Futsal für die Finalniederlage gegen NAFI Stuttgart aus dem Vorjahr gerächt: 10:4 besiegten die Kicker aus der Ruhrstadt den Vorjahresmeister. Einem Schwerter Spieler ist dabei ein ganz besonderes Tor gelungen, das derzeit seine Kreise im Internet zieht.

Schwerte.. Es waren elf Sekunden gespielt, da netzte Stephan Kleine zum ersten Mal für seine Farben in Stuttgart. Das und der anschließende Sieg und Finaleinzug alleine hätten schon gereicht, um Kleine überglücklich zu machen.


Aber Schwertes Nummer 12 sollte noch einen besonderen Moment im Halbfinale gegen Stuttgart haben:


Dieser Treffer hat Folgen für die Popularität des Holzpfosten-Futsalers. Über die sozialen Medien teilten die Holzpfosten diesen Clip, dazu ist das Tor aus anderer Perspektive auch im Video-Spielbericht des DFB zu sehen. Innerhalb von Stunden nach Veröffentlichung teilten wiederum diverse Sportportale den Treffer. Ein französisches Futsalportal schnitt sowohl die Holzpfosten- als auch die DFB-Perspektive des Treffers zusammen.

Rechtlich gesehen fragwürdig, aber für die Popularität des Treffer sehr förderlich. "Dass das Tor aus zwei Perspektiven gefilmt wurde, macht das Ganze natürlich noch lebhafter", sagt Stephan Kleine, der bereits die Berichterstattung über den Finaleinzug aufsog wie ein Schwamm und dann erstaunt feststellten durfte, dass sein Treffer zum 5:1 plötzlich auch noch die mediale Runde macht - sogar in "Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs" wurde er gezeigt.

Aber was dachte Kleine eigentlich bei seinem Schuss? "Ich bin ein Teamplayer, eigentlich schieße ich nicht aus der Position. Ich wollte Phillip Oldenburg am langen Pfosten anspielen, dann ist der Ball ein bisschen verrutscht und rein gegangen. Dass das Tor so krass ist, war mir erst später klar, als ich es im Video gesehen habe."

Dass ihm so ein Treffer wieder gelingt, ist eher unwahrscheinlich: "Wenn ich im Training aus der Entfernung normal schieße, ohne Gegner - dann sitzt einer von zehn. So ein Ding gelingt dann wohl auch bei 100 Versuchen nicht so schnell wieder", sagt Kleine und lacht. Das Tor seines Lebens war der Treffer für ihn übrigens nicht: "Es war vielleicht das schönste, aber nicht das emotionalste Tor." Das sei für ihn immer noch sein 3:2-Siegtreffer im Viertelfinale 2014 gegen Hohenstein-Ernsttal gewesen.

Kleine an die Torwand
Stephan Kleines Teamkollegen der Holzpfosten Schwerte haben den Clip seines Treffer auch an das ZDF-Sportstudio geschickt. Und die Redaktion der Sendung muss sein Tor auch als sehenswert eingestuft haben, denn für den Schwerter heißt es am 18. April: "drei unten, drei oben". Kleine darf sich dann an der legendären Torwand beweisen.


Deutscher Fußball-Bund: Der Bericht des DFB zum Halbfinale gegen NAFI Stutttgart