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Soester TV entthront Schalksmühle

17.07.2011 | 20:12 Uhr

Falls es irgendjemand bezweifelt haben sollte, wurde er am Wochenende eines Besseren belehrt: Der neue Name – geschuldet dem neuen Sponsor „Dortmunder Kronen“ – hat nichts geändert. Das Sommerturnier des TuS Westfalia Hombruch, seit 20 Jahren so etwas wie der inoffizielle Saisonauftakt für die heimischen Handballer, war glänzend besucht, mit weitgehend kompletten Mannschaften und hochkarätigen Gästen, die offenbar mehr wollten, als nur antreten.

Den Titel holte sich der Soester TV, der die SG Schalksmühle-Halver, den Seriensieger der letzten drei Jahre, überraschend deutlich mit 17:6 auf Platz zwei verwies. Für die eigentliche Überraschung hatte die Oberliga-Mannschaft von Trainer Dirk Lohse aber schon im ersten Halbfinale gesorgt, als sie Turnierfavorit Eintracht Hagen (3. Liga) mit 14:12 schlagen konnte.

„Das Spitzentrio hat auf ähnlichem Niveau gespielt“, zeigte sich Lohse nach der Siegerehrung bescheiden: „Gegen Hagen war es bis zuletzt ganz eng, wir waren am Ende die Glücklicheren. Und gegen Schalksmühle haben es nach ausgeglichenem Beginn unsere Gegenstöße so deutlich gemacht.“

Als einziger Dortmunder Club fand Gastgeber Westfalia Hombruch den Weg ins Halbfinale, wo dann gegen die SG Schalksmühle/Halver mit 9:14 recht deutlich Endstation war. Aber schon auf dem Weg in dieses Endspiel hatten die Hombrucher ihre Duftmarke gesetzt. Drittligist Eintracht Hagen gewann im ersten Spiel des Sonntags nur hauchdünn mit 12:11 gegen die Mannschaft von Kai Ruben, der von dem Einzug ins Halbfinale offenbar ein wenig überrascht war. Vor dem Duell gegen den OSC hatte Thorsten Stoschek jedenfalls schon klar gesagt: „Das Torverhältnis kann entscheiden“, während die Hombrucher erst nach dem umkämpften 8:5 zu rechnen begannen. Der OSC begann stark, musste dann aber in selbstverschuldeter Unterzahl zusehen, wie das Gastgeberteam das bessere Ende hatte.

Am Ende musste der TV Schwitten im Duell gegen Eintracht Hagen mit wenigstens vier Toren verlieren. Es wurde mit 17:9 eine klare Sache für den Drittligisten.

Der erste Tag: HC Süd hinterlässt guten Eindruck

Am ersten Tag des Turniers sind die heimischen Mannschaften unter sich. Große Überraschungen gab es nicht, auch die Tatsache, dass sich Neu-Verbandsligist ATV Dorstfeld schon nach dem ersten Tag aus dem Feld verabschiedete, war keine. Die Dorstfelder traten ersatzgeschwächt an, so dass es nur zum Sieg gegen den TV Brechten (13:9) und dem dritten Rang in der Vorrunde reichte.

Wieder im Trikot des HC Süd: Yannick Eckervogt. Foto: Bodo Goeke.

Völlig ohne Erfolgserlebnis schied Landesliga-Aufsteiger TV Brechten aus, doch Trainer Thomas Körber wollte das nicht überbewerten. „Für uns kam das Turnier zu früh“, merkte er an, „wir haben mit fünf Neuzugängen gespielt, die können nach zweiwöchigem Training noch nicht ordentlich integriert sein.“ Was dem Trainer indes – trotz des frühen Zeitpunkts in der Vorbereitung – missfiel: „In der Abwehr hat mir die Aggressivität gefehlt.“

Zu den positiven Erscheinungen des Samstags gehörte zweifelsohne das Abschneiden des HC Süd. Beim Landesligisten führte der Ex-Soester Yannick Eckervogt klug Regie, im Rückraum wussten Krzystof Wach und Spielertrainer Thomas Pixberg ihre Wurfkraft unter Beweis zu stellen. Allein im letzten Spiel kassierten die Südlichen (die zukünftig ohne Dirk Cipa auskommen müssen) gegen Hombruch eine Niederlage (9:15), zu diesem Zeitpunkt waren sie aber schon für den zweiten Tag qualifiziert.

Mit je einem Sieg schieden in der Vorrundengruppe B der ASC und Westfalia Hörde aus. Bezirksligist Hörde sicherte sich im letzten Spiel sein Erfolgserlebnis, als er gegen Höchsten mit 13:12 die Oberhand behielt. Die Aplerbecker, bei denen Co-Trainer Andi Roring den urlaubenden Hendrik Ernst vertrat, verfehlten den zweiten Tag nur knapp. Das entscheidende Spiel ums Weiterkommen gegen den OSC verloren sie mit 8:9

Volker Surkamp, Timm Becker

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