Smrczek räumt kräftig ab an alter Wirkungsstätte
05.02.2012 | 18:53 Uhr 2012-02-05T18:53:00+0100
Der Düsseldorfer Trainer Sascha Smrczek, bis März 2006 in Dortmund tätig, kommt immer wieder gerne an seine alte Wirkungsstätte zurück. „Und wenn ich hier gewinnen kann, ist meinde Freude noch größer.“ Mit fünf Galoppern angereist, war der dritte Platz von Hengst Salesiano die schlechteste Platzierung. Im Eröffnungsrennen landeten seine beiden Starter Belleza und Teka Maki auf den Plätzen eins und zwei.
Im Hauptrennen, einem Ausgleich III über 2500 Meter, gab es einen erneuten Stalleinlauf. Der vierjährige Hengst Knock Out gewann zum dritten Mal in Folge, wieder überzeugend vor seinem Stallgefährten Killusty Fancy. Trainer Smrczek, der am Mittwoch aus dem Urlaub kam, sprach seinem Assistenztrainer Henk Grewe, der für ihn die Galopper vorbereitet hatte, ein großes Lob aus: „Ich hatte zwar die passenden Rennen ausgesucht, doch Henk hat seine Hausaufgaben gut verrichtet.“
Optimistisch war das Ehepaar Schäfer als Besitzer des vierjährigen Hengstes aus Kassel angereist.
Mit Knock Out St. Moritz im Visier
Frau „Gerdi“, die den Hengst selbst gezogen hat, gab auch die Erklärung für den ungwöhnlichen Namen Knock Out: „Schon als Fohlen hat er die anderen Gefährten geschlagen. So kam unser Junior auf den Namen.“ Weil es jetzt für den Hengst im Winter wahrscheinlich in Wambel und Neuss keine Rennen mehr geben wird, hat der Trainer Großes geplant: „Es ist eine ganz intensive Überlegung wert, ihn am 19. Februar im „Großen Preis“ von St. Moritz nachzumelden.“ Der Hengst könne eine ganze Menge, „und ich selber kenne noch nicht seine Grenzen“, lautet seine Erkenntnis nach dem eindruckvollen Rennen. Am Veto seiner Besitzer dürfte es nicht scheitern, denn Frau Schäfer gab zu verstehen: „In dieser Beziehung lassen wir dem Trainer freie Hand.“
Überraschend waren auch Pferdefreunde aus Berlin und Magedeburg angereist, die zur Stammkundschaft der Meetings in Hamburg und Baden-Baden zählen. Beim Anblick der nicht gerade vielen Besucher erklärte Thomas Exner (55) aus Berlin: „Ich war vor 30 Jahren das erste Mal auf der Bahn und damals der Jüngste. Heute habe ich das Gefühl, ich bin schon wieder der Jüngste.“ Diese scherzhafte Aussage beinhaltet einiges Wahres, denn neben dem fehlenden Jockeynachwuchs mangelt es auch an jüngeren Besuchern.
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