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Eishockey

Sieg des EHC erst in der Schlussminute

05.02.2012 | 21:56 Uhr
Sieg des EHC erst in der Schlussminute
Eishockey-Oberligist EHC lachte zuletzt.

Mit einem unerwartet dramatischen 5:4 (1:2; 3:2; 1:0) über die Ratinger Ice Aliens machte der EHC fast alles klar für den Einzug in die Aufstiegsrunde, denn zeitgleich sorgte Frankfurt für die Überraschung des Abends und unterlag Hamm mit 3:7.

Erwartungsgemäß weiter ohne Branislav Pohanka, jedoch mit Frank Petrozza und Nils Liesegang legte der EHC ein erstes Drittel hin, das vermutlich zu den schwächsten der laufenden Saison zählt. Gleich von Beginn an waren die Ice Aliens durchweg die aktivere Mannschaft, hatten nicht mal besonders viel Mühe einen müde und uninspiriert wirkenden EHC in Schach zu halten. Michael Schmerdas 1:0 am Ende einer Ratinger Strafzeit war etwas überraschend, hielt auch nicht lange vor. Denn Lance Monych glich nur 38 Sekunden später aus, die EHC-Defensive hatte ihn höflich dazu eingeladen.

Das Spiel war jetzt ausgeglichen, doch der EHC war nur leicht verbessert, streute immer wieder haarsträubende Fehler in Defensivverhalten und Spieleröffnung ein. Als Monych in der 19. Minute per Bauerntrick zum 1:2 traf, waren nicht wenige Zuschauer einigermaßen geschockt.

Und erstmal ging es so weiter. Zwar konnte Ryan Martens recht schnell ausgleichen, doch mit zwei Toren von Artur Tegkaev zogen die Aliens wieder davon. Die Elche hatten wie schon im Hinspiel große Probleme mit diesem Gegner, standen sich oft selbst im Weg und hatten zudem mit Dennis Kohl einen Gegner im Ratinger Tor, der unüberwindlich schien und viele EHC-Chancen zunichte machte. Da die Elche aber trotz des gebrauchten Tages nicht aufsteckten, wurden sie noch belohnt: Ersatzstürmer Manuel Neumann und Philipp Michl schafften noch vor der Sirene den Ausgleich.

Das Schlussdrittel lässt sich so zusammenfassen: leidenschaftlich kämpfende Gäste, ein EHC, der auch eine zweifache Überzahl nicht nutzen konnte und dann selbst noch mal in Unterzahl geriet, und ein glücklicher Siegtorschütze Manuel Neumann zweieinhalb Sekunden vor Schluss. Fazit: Arbeitssieg, Glück gehabt, Mund abputzen.

Andreas Kuhlmann

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