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Sieg als Medizin für die BVB-Handballerinnen

22.02.2013 | 16:51 Uhr
Soll zumindest der Abwehr wieder viel Halt geben: Natasa Kocevska.
Soll zumindest der Abwehr wieder viel Halt geben: Natasa Kocevska.Foto: Ludewig

Dortmund.  Die gute Nachricht zuerst. Zum Glück habe ich niemanden angesteckt, meint Alice Vogler und ihre raue Stimme verrät, wie sehr die Grippe sie erwischt hat.

Gut 24 Stunden vor der heutigen Partie der Handballerinnen von Borussia Dortmund musste die BVB-Trainerin noch das Bett hüten, am heutigen Samstag (19.30 Uhr, Halle Wellinghofen) aber will sie ihr Team zum Sieg lenken. Gegen einen Gegner namens 1. FSV Mainz 05, zumindest von der Tabelle her (6.) auf Augenhöhe mit den Schwarzgelben (5.). Doch da widerspricht Alice Vogler doch recht energisch: "Von der Papierform her sind wir deutlich in der schlechteren Position."

Weil die Verletztenliste eben immer noch lang, ganz lang ist und sich auch wenig Licht am Horizont abzeichnet. Beim 29:29 im Hinspiel, da hatte der BVB noch alle Frauen an Bord, "da waren wir sicher auch gleichwertig", nun aber, am 23. Februar, da sieht Alice Vogler die Gäste in der Favoritenrolle. Zumal die Mainzer eine sehr ausgewogene, harmonische Mannschaft haben, ohne den Mega-Shooter, aber deshalb auch unberechenbar.

Abwehrarbeit entscheidet

Vieles, wenn nicht alles wird davon abhängen, wer am Ende die konsequentere, aggressivere Abwehr auf das Parkett bringen kann, eine Defensive, möglichst entschlossen zupackt. Da trifft es sich blenden, dass Natasa Kocevska wieder mit von der Partie ist, auch wenn ihre Bauchmuskelzerrung sicher noch nicht abgeheilt ist. Beim werfen habe sie noch richtige Probleme, betont Alice Vogler, aber in der Abwehr "ist Natasa schon wieder eine Option, die uns hoffentlich weiterhilft".

Die reine Papierform spricht übrigens eigentlich nicht gegen die BVB-Frauen. Denn die Formkurve zeigte zuletzt trotz aller gesundheitlichen Nöte nach oben, die Schwarzgelben überraschten vor allem in Celle mit einem 24:22-Sieg. Aber Alice Vogler dämpft alle zu großen Erwartungen. Das Team habe sicher mit ganz viel Leidenschaft gespielt, teilweise sicher auch eine überdurchschnittliche Leistung geboten, "aber ich weiß nicht, ob das jederzeit abrufbar ist". Doch dann korrigiert sich die BVB-Trainerin fast schon selbst. So groß die Kraftanstrengungen auch gewesen seien, "wir haben Bock, diese Kraft auch gegen Mainz wieder aufs Feld zu bringen". Und ein Sieg wäre sicher die beste Medizin für die kranke Dortmunder Trainerin.

Von Gerd Strohmann

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2013-02-22 16:51
Dortmund