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Schwiegelshohn für die Hallen-DM qualifiziert

22.01.2013 | 18:17 Uhr
Schwiegelshohn für die Hallen-DM qualifiziert
Schnell unterwegs im LGO-Trikot:Foto: Wolfgang Birkenstock

Mit 56,25 Sekunden über 400 m erzielte Jana Hartmann (LG Olympia) beim Hallensportfest des LC Rapid in der Helmut-Körnig-Halle eine überraschend gute Leistung, doch überschwänglicher Jubel brach bei ihr nicht aus. „Ich befinde mich seit zwei Monaten erst wieder in einem regelmäßigen Training, da kann ich keine Bäume ausreißen“, dämpft die 31-jährige LGO-Mittelstrecklerin allzu große Erwartungen.

Hartmann möchte gerne an der DM am 23./24.Februar in Dortmund teilnehmen, um sich zum Ausklang ihrer erfolgreichen Karriere noch einmal dem heimischen Publikum präsentieren zu können. Mit Prognosen für diese Titelkämpfe und ihre weiteren Hallenstarts hält sie sich jedoch zurück: „Mit meinen eigenen Ansprüchen muss ich aufgrund meines reduzierten Trainings deutlich zurückstecken. Dies hat mir auch mein Trainer Marcus Hoselmann geraten“, erklärte Hartmann, die voraussichtlich am Samstag bei den westfälischen Hallenmeisterschaften in Bielefeld eine weitere Standortbestimmung unternehmen wird.

Im 1500m-Lauf der Männer wollte sich Fynn Schwiegelshohn (LGO) mit einem schnellen Lauf für die Hallen-DM qualifizieren. Der 25-jährige Schützling von Michael Glass löste seine Aufgabe mit Bravour und blieb mit seiner persönlichen Hallenbestzeit von 3:49,68 Minuten deutlich unter der A-Norm von 3:53,00 Minuten, die ihm einen Startplatz bei den Titelkämpfen garantiert. „Meine neue Bestzeit hatte sich schon im Training angedeutet, aber auf den letzten 500 Metern musste ich richtig beißen“, berichtete Schwiegelshohn. Gut hielt sich auch Christof Neuhaus (LGO), der über 1500m mit 3:56,71 Minuten so schnell wie nie zuvor war. Auch Anselm von Borries (LC Rapid) unterbot mit 3:59,13 Minuten noch die Vier-Minuten-Marke.

Panne
Albtraum in der Körnig-Halle
Albtraum in der Körnig-Halle

Der Ausfall einer Zeitmessanlage ist der Albtraum eines jeden Veranstalters. Beim Hallensportfest des LC Rapid in der Körnig-Halle trat dieser Super-Gau ein, denn auf der Sprintgeraden versagte offensichtlich aufgrund eines Software-Fehlers der Chronometer und konnte trotz umfangreicher Bemühungen nicht in Gang gebracht werden.

Bereits im Sommer 2012 war die Zeitmessanlage im Stadion Rote Erde bei den westfälischen Jugendmeisterschaften defekt, so dass das Thema Zeitmessung auf dem Kreistag der Dortmunder Leichtathleten heiß diskutiert wurde.

Beim Rapid-Sportfest traten mehrere Athleten, die sich auf der kurzen Sprintstrecke für die deutschen Hallenmeisterschaften qualifizieren wollten, unverrichteter Dinge die Heimreise an, weil handgestoppte Zeiten offiziell nicht anerkannt werden.

„Das war keine gute Werbung für den Leichtathletik-Standort Dortmund,“ meinte LGO-Sprinterin Katharina Grompe deren handgestoppte 7,2 Sekunden ebenfalls wertlos sind. .

Für ein weiteres gutes Mittelstrecken-Resultat sorgte Carolin Strophff (LGO), die den 800m-Lauf im Stile einer Klasseläuferin in ausgezeichneten 2:11,44 Minuten vor der Niederländerin Manon Kruiver (2:12,01 Min.) für sich entschied. Dabei legte sie die letzten 200 Meter in bemerkenswerten 31 Sekunden zurück.

Auf der Sprintgeraden fiel die Zeitmessanlage aus, so dass die Kampfrichter wieder zur guten alten Stoppuhr greifen mussten (siehe nebenstehen Artikel). Im 60m-Sprint der Frauen setzte sich die Niederländerin Eva Lubbers in 7,1 Sekunden vor der Vorjahrsjugendlichen Katharina Grompe (LGO, 7,2 Sek.) durch. Die Dortmunderin, die 2012 die Sommersaison wegen ihrer Rückenprobleme nach den deutschen Jugendmeisterschaften abbrechen musste, zeigte sich nach ihrer langen Wettkampfpause mit ihrem Hallenauftakt zufrieden.

Grompe mit Hallenauftakt zufrieden

„Sowohl der Vor-, als auch der Endlauf haben sich bei mir schon gut angefühlt. Allerdings kann ich am Mittel- und Schlussteil noch einiges verbessern. Der Start und die Beschleunigungsphase waren dagegen okay“, urteilte Grompe

Auch 60 m-Hürden-Siegerin Meike Holtkamp (LGO) musste sich mit einer handgestoppten Zeit (8,9 Sek.) zufrieden geben. In den Nachwuchswettbewerben ragte Yannik Kolbe (LGO) heraus, der in der Klasse U 16 im Hochsprung mit 1,80m dominierte.

Peter Middel



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