Schwertes Gegner hat die Schale schon gewonnen

Den nicht ganz so futsal-affinen, aber unangenehmen TuS Kirchberg und das starke NAFI Stuttgart haben die Holzpfosten-Futsaler in den K.o.-Spielen bereits besiegt. Im Finale treffen sie nun auf die Hamburg Panthers. Der Gegner hat starke Spieler im Kader und die Meisterschaft schon zweimal gewonnen. Wir stellen den Gegner vor.

Schwerte/hagen.. Das, was die Holzpfosten am Samstag sehnlichst gewinnen möchten, haben die Hamburg Panthers bereits in doppelter Ausführung: 2012 und 2013 wurden die Elbstädter Meister und bekamen somit die schicke silberne Schale. Als Sieger des nationalen Endspiels - das gilt auch in diesem Jahr - haben sich die Panthers seinerzeit für die Qualifikationsrunde des UEFA-Futsal-Cups qualifiziert. Erst gastierten sie in Paris, danach in Lettland, wo sie Erster wurden und in Finnland dann gegen Profis Hochgeschwindigkeits-Futsal kennenlernten.

Mitreisender war damals auch Benny Semmler. Er schreibt für das Hamburger Blog "BLOG-TRIFFT-BALL" und begleitet die Panthers seit nunmehr vier Jahren. Das Team, das sich stets sehr selbstgewiss präsentiert, hatte im letztjährigen Viertelfinale ein wahres Lehr-Erlebnis. Im Viertelfinale kickte der spätere Meister Stuttgart die favorisierten Panthers nach zwei Meisterschaften in Folge raus.

"Dadurch sind sie ruhiger geworden, sehr viel geduldiger", weiß Semmler. Beweismaterial sind die beiden bisherigen K.o.-Spiele gegen den UFC Münster und VfL Hohenstein-Ernstthal. In beiden Spielen geriet Hamburg in Rückstand, in beiden drehten sie diesen zum Sieg. Das ist aber vor allem auch ein Produkt des Zusammenspiels brillanter Individualisten. Die meisten Panthers spielen auch Fußball, allerdings markant höherklassiger als beispielsweise die "Pfosten".

Kapitän Onur Ulusoy spielt in der Hamburger Oberliga, der flinke Michael Meyer agierte gar schon mal in der Regionalliga; beide wurden auch für die Vor-Nationalelf nominiert. Ein Großteil kickt draußen in der Landesliga, Maher Mazhoud für die tunesische Futsal-Nationalelf. "Sie haben nun noch erheblich an Breite und Qualität gewonnen. Sie kommen über das Individuelle und haben viele technisch starke Spieler", sagt Semmler.

Beide bisherigen Futsal-Länderpokale gewann übrigens die Hamburger Landesauswahl. Beim Cup Anfang des Jahres waren auch mehrere Panthers im Kader. "Rein Sportlich ist Hamburg schon etwas wie der Futsal-Leuchtturm Deutschlands", meint Benny Semmler. Er reist auch mit nach Hagen. So wie er es bei einer potenziellen dritten Europapokal-Tour vermutlich auch machen würde. Die Holzpfosten wollen diese Reisepläne ihrerseits durchkreuzen - und die abenteuerliche UEFA-Cup-Reise selbst buchen.