Schwache STS verliert verdient gegen Lippstadt

Das war nicht die Schwerter TS, wie man sie zuletzt kannte. Gegen den LTV Lippstadt verpasste es die STS bei der 61:73-Heimniederlage, sich von den unteren Plätzen weiter abzusetzen. Lippstadt war aggressiver und präsenter, bilanzierte Trainer Dietmar Bauer.

Schwerte.. 
Basketball-Landesliga
Schwerter TS -LTV Lippstadt61:73
(11:19, 15:8, 12:26, 23:20)

Gerade einmal zwei Zuschauer saßen bei der ungewohnten Anpfiffzeit um 20 Uhr auf der Tribüne in der Sporthalle im Gänsewinkel: Vorsitzender Ulrich Holzhausen und der erkrankte Aufbauspieler Fabrizio Gerken. Viel verpasste das Schwerter Publikum jedoch nicht.

Untypische Schwerter

Untypisch war der maue Start, den die Schwerter Basketballer hinlegten. "Wir kamen total unsicher ins Spielgeschehen", erkannte Bauer. Nach Rüdiger Wolfs "Dreier" führte Schwerte zwar mit 6:4 - es sollte allerdings die letzte Führung sein. Stattdessen punkteten die Gäste kräftig - durch Fastbreaks und weil die Lippstädter Schützen bei Würfen von der Zone einfach viel zu viel Platz hatten.

Untypisch war aber auch, dass die sonst so effektiven Center nicht auf ihrem Posten waren. Robin Seib traf erst nach 15 Minuten erstmals aus dem Feld, nachdem er zweimal verlegt hatte. Und auch Rebounds holten die Ruhrstädter zu wenige. "Ich kann mich nicht an einen Rebound erinnern", sagte Bauer wohl auch im Ärger, denn den ein oder anderen Ball fischten die "Langen" unter den Körben schon weg. Manchmal schien es aber, als hätten die Schwerter Seife an den Fingern - oft rutschte der Ball noch durch die Hände.

Weil der LTV im zweiten Viertel aber nachließ, kam die STS wieder ran - zur Pause betrug der Rückstand einen Punkt. Völlig unverständlich war daher der Auftritt nach dem Seitenwechsel. Erst nach elf Gegenpunkten in Folge erlöste Schwalenberg die STS und schenkte ihr die ersten Punkte in der zweiten Halbzeit. Als Lippstadts Spielertrainer einen "Dreier" zum 41:60 im Schlussviertel versenkte, war die Vorentscheidung gefallen.


TEAM UND PUNKTE
Schwerte:
Robin Seib (11), Rüdiger Wolf (12), Tobias Priggemeier (13), Mohamed El Hamdi (13), Henrik Schwalenberg (7), Niklas Tschorn, Jan Schreer (5), Janis Kiesheyer