Schürens Bouzerda: "Auf dem Feld zurückzahlen"

Nach dem durchwachsenen Start hat sich der BSV Schüren in der Fußball-Landesliga gefangen und ist auf dem Weg der tabellarischen Besserung. Zehn Punkte holten die Grün-Weißen in den letzten vier Ligaspielen. Sinnbildlich für den positiven Trend steht Stürmer Karim Bouzerda, der in den Wochen der Startkrise verletzt fehlte und schmerzlich vermisst wurde. Enrico Niemeyer sprach mit dem BSV-Angreifer.

Dortmund.. Herr Bouzerda, seit ein paar Wochen mischen Sie in Schüren wieder mit. Wie fit sind Sie denn nach dem Muskelfaserriss?

Ich würde sagen, ich befinde mich aktuell bei 80 Prozent. Aber ich fühle mich schon viel besser. Jetzt muss ich noch ein wenig an meiner Kondition feilen und dann bin ich in ein paar Wochen wieder topfit.

Fünf Spiele haben Sie verpasst, in denen der BSV nur sechs Punkte holte. Wie war es für Sie, das von außen zu beobachten?

Es hat mir ziemlich wehgetan, weil ich nicht eingreifen und helfen konnte. Gerade für unseren Trainer Dimitrios Kalpakidis war es keine einfache Situation. Er zählt immer auf uns. Deshalb wollte ich noch schneller wieder fit werden, um der Mannschaft zu helfen.

Was waren für Sie die Gründe, dass der Start so in die Hose ging?

Da gab es viele kleine Gründe. Wir hatten zeitweise viele Verletzte und nach der ersten Niederlage haben wir schon die Köpfe hängen lassen. Und dann hat sich das ganze negativ weiterentwickelt, wir haben wieder verloren und hatten Probleme, da wieder rauszukommen. Denn so etwas hatte keiner erwartet, viele haben nur unseren tollen Kader gesehen. Die Situation war aber für viele ungewohnt, und dementsprechend schwierig war es für uns.

Und wie war die Stimmung im Team während der Zeit?

Man hat es uns schon angemerkt, dass die Situation ziemlich unbefriedigend war. Auch bei den jungen Spielern hat man gespürt, dass das Ganze schwierig für sie ist. Da hat an manchen Stellen noch die nötige Erfahrung gefehlt. Aber wir haben uns davon nicht unterkriegen lassen.

Wie habt ihr es denn dann geschafft, den Hebel umzulegen?

Wir haben weiter hart im Training gearbeitet. Unsere drei Trainer (Dimitrios Kalpakidis, Daniel Dukic, Torsten Lenz, Anm. d. Red.) haben da auch viel bewegt, viel mit jedem einzelnen gesprochen und ihnen Tipps gegeben. Wir haben daran gearbeitet, nicht mehr so viele Gegentore nach Standards zu kassieren und defensiv kompakt zu stehen. Denn daraus können unsere schnellen Spieler gut ins Konterspiel umschalten. Das hat dann die letzten Wochen wieder sehr gut geklappt. Ich hoffe, dass es so weitergeht.

Sie gelten zusammen mit Eyüp Cosgun als bestes Sturmduo der Liga. Was macht Sie im Doppel so stark?

Eyüp ist wie ein Bruder für mich. Wir spielen schon lange zusammen und verstehen uns einfach blendend. Für uns beide geht es darum, tollen Fußball zu spielen und mit Dimi haben wir hinter uns in der Mitte jemanden, der uns mit tollen Pässen füttert. Und vorne verstehen Eyüp und ich uns einfach blind.

Worin unterscheiden Sie sich denn als Sturmtypen?

Da gibt es keinen riesigen Unterschied. Ich bin eher der Spieler, der viel läuft und überall auf dem Feld sein will. Eyüp kann die Bälle gut halten und mit mich mit guten Pässen versorgen. Fußballerisch sind wir uns aber sehr ähnlich. Ich bin froh, so einen Partner im Angriff zu haben.

Nun lief es zuletzt wieder richtig gut. Was nehmt ihr euch bis zur Winterpause noch vor?

Speziell bis zur Winterpause haben wir kein bestimmtes Ziel. Ich kann aber sagen, dass wirklich jeder im Team mir das nötige Selbstvertrauen gibt. Ich fühle mich hier noch wohler als zuvor in Eving und was Peter Seifert (Erster Vorsitzender, Anm. d. Red.) leistet, ist überragend. Da wollen wir ihm auf dem Feld was zurückzahlen. Und ich hoffe, dass uns dann auch der Aufstieg gelingt.

Und was nehmen Sie sich persönlich für diese Spielzeit noch vor?

Zunächst einmal will ich natürlich gesund bleiben. Denn die längere Verletzung war auch für mich etwas Ungewohntes. Ansonsten möchte ich natürlich so viele Tore wie möglich schießen und mit der Mannschaft erfolgreich sein. Denn allein richtet man im Fußball überhaupt nichts aus.