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BVB 2 verliert nach...

Schneiders Youngster zahlen bitteres Lehrgeld

26.07.2009 | 12:36 Uhr

Drei Auswärtstore erzielt, einen 0:1-Pausenrückstand gedreht, aber eine 3:1-Führung in der Schlussviertelstunde aus der Hand gegeben und mit der letzten Aktion auch noch den einen Punkt verspielt: Borussias Youngster zahlten bei der 3:4-Niederlage zum Drittliga-Start bei Wacker Burghausen Lehrgeld.

Zwei Tore erzielte Sebastian Tyrala (66., 74.), beide per Freistoß aus halblinker Position. Er vor allem sorgte gemeinsam mit Sebastian Hille, dem Schützen des Führungstreffers (69.), dafür, dass die Partie in der stärksten Phase des BVB Mitte der zweiten Halbzeit kippte. Doch der Spieler des Tages stand auf der anderen Seite: Sebastian Holzer traf gleich dreimal, eröffnete kurz vor der Pause den Torreigen (42.), brachte Wacker mit seinem 2:3-Anschlusstreffer wieder ins Spiel zurück (75.) und setzte mit einem Freistoßtreffer in der 90. Minute den Schlusspunkt - unhaltbar für Marcel Höttecke, den auch an den anderen Gegentoren keine Schuld traf. Zuvor hatte Holzer, der überragende Mann auf dem Platz, auch den erneuten Ausgleich durch Geburtstagskind Christian Cappek vorbereitet (82.).

Die 2:1-Führung entsprang ihrer Co-Produktion: Torschütze Sebastian Hille (li.) und Vorbereiter Christopher Kullmann. (Foto: Bodo Goeke)

Theo Schneider wäre aufgrund des Spielverlaufs schon mit dem einen Punkt nicht mehr ganz zufrieden gewesen - dass es am Ende nicht mal mehr dazu reichte, war tragisch für die jungen Dortmunder und entsprach auch nicht den gezeigten Leistungen. „Zu grün”, befand der Dortmunder Coach, seien seine jungen Burschen gewesen, gerade nach der 3:1-Führung: „Da musst du ruhig weiterspielen, zunächst vor allem kompakt stehen, den Gegner aggressiv stören. Hätten wir den Zwei-Tore-Vorsprung wenigstens fünf Minuten gehalten, wäre Burghausen nicht mehr zurückgekommen.”

Doch in dieser letztlich entscheidenden Phase war der BVB nicht entschlossen genug in die Zweikämpfe gegangen. Die Tore waren die logische Folge dieses Fehlverhaltens. „In der Burghauser Druckphase”, ergänzt Schneider, „war dann einfach auch erkennbar, dass die Kräfte nachließen.” Aber auch Ärger machte sich breit bei den Gästen - für Schneider war der Freistoß, den Bundesliga-Schiedsrichter Lutz Wagner in der Schlussminute gegen Uwe Hünemeier verhängte, eine mehr als strittige Entscheidung: „Uwe ist an der Strafraumgrenze eher unterlaufen worden. Diesen Freistoß hätte ich nie und nimmer gegeben...”

Es war eine ebenso unnötige wie unglückliche Niederlage in diesem ersten Saisonspiel, ein Auftritt mit Schatten vor, aber auch viel Licht nach der Pause. „Wie wir das Spiel nach der ersten Halbzeit, als wir zu verhalten und ohne die nötige Aggressivität agierten, über weite Strecken des zweiten Durchgangs gestaltet haben”, sagt Schneider, „lässt uns hoffnungsvoll nach vorn blicken.” Sebastian Hille, der sich ein Fleißkärtchen verdiente, Sebastian Tyrala, der mehr und mehr das Spiel an sich riss, Christopher Kullmann, der sich deutlich steigerte und Hilles 2:1 vorbereitete - das waren nach der Pause die Aktivposten. Überzeugend über die gesamte Spielzeit Lasse Sobiech: der 18-Jährigen feierte im Abwehrzentrum ein beachtliches Profi-Debüt.

BVB 2: Höttecke - Koch, Hünemeier, Sobiech, Vrzogic (30. Götze) - Piossek, Eggert (61. Großkreutz), Tyrala, Boztepe (84. Kandziora) - Kullmann, Hille. - Tore: 1:0 Holzer (42.); 1:1 Tyrala (66.); 1:2 Hille (69.); 1:3 Tyrala (74.); 2:3 Holzer (75.); 3:3 Cappek (82.); 4:3 Holzer (90.).

Vrzogic wieder verletzt - Lob für Sobiech

Das Verletzungspech bleibt David Vrzogic treu. Schon nach einer halben Stunde war die Partie für den Linksverteidiger beendet. Erste Diagnose: Bänderriss im Sprunggelenk, damit eine zu erwartende Pause von zwei bis drei Wochen. Genaue Aufschlüsse soll eine Kernspin-Tomografie am Montag bringen. Für die Heimpremiere am Dienstag (19.00 Uhr, Rote Erde) gegen Eintracht Braunschweig fällt er definitiv aus.

Viel Lob für seinen ersten Pflichtspieleinsatz im Seniorenbereich erhielt Lasse Sobiech. „Er hat seine Sache sehr gut gemacht, seine Kopfballstärke ausgespielt, auch am Boden nahezu fehlerfrei agiert und mit Uwe Hünemeier prima harmoniert”, lobte Theo Schneider den 18-jährigen Jugendspieler, der sich für weitere Aufgaben nachdrücklich empfohlen hat.

Mit Fabian Götze (für Vrzogic) und Marcel Kandziora (in den Schlussminuten für Mehmet Boztepe) kamen zwei weitere Nachrücker aus der Jugend zu ihrem Drittliga-Debüt. Schneider bescheinigte Götze einen grundsoliden Einstand.

Udo Stark

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