Schneider will einen Dreier gegen Jena
16.03.2010 | 19:01 Uhr 2010-03-16T19:01:00+0100Theo Schneider dürfte schon deutlich gestresster einem Meisterschaftsspiel entgegen gesehen haben als der Partie am Mittwoch (19 Uhr, Stadion Rote Erde) gegen Carl Zeiss Jena.
„Es gibt keinen Grund dafür, unruhig zu werden. Wir sind mit drei Punkten im Plus und haben gegen Bremen trotz der Niederlage ordentlich gespielt”, begründete der Borussen-Coach seine durchaus positive Grundeinstellung.
Alles ist relativ im Leben. Auch Personalsorgen. Und die sind gegen Jena durchaus noch im Rahmen des Erträglichen. „An das Spiel am Samstag in Wuppertal möchte ich jetzt aber lieber nicht denken. Das wird eine richtig haarige Angelegenheit, wenn ich nur daran denke, wen wir dann noch an die Profis abgeben müssen”, versuchte Schneider sich ganz und gar auf die Mittwoch-Partie gegen die Ostdeutschen zu konzentrieren.
Die Rechnung, die Schneider aufmacht, ist eigentlich ganz logisch: „Wenn wir gegen Jena einen Dreier einfahren, können wir uns in Wuppertal auch ein Unentschieden erlauben.” Zunächst also die Konzentration auf den Tabellenzehnten aus Jena lenken, dann an den Tabellen-18. aus Wuppertal denken. Und irgendwann an einen neuen Co-Trainer, da Schneiders bisheriger Assistent Hannes Wolf ja in der neuen Saison die U 19-Junioren des BVB übernimmt. Aber das, so Schneider, sei zu diesem Zeitpunkt sportlich nicht wichtig.
Wichtig sind in der Tat die Personalfragen: Lasse Sobiech und Daniel Ginczek sind auf Länderspielreise in Italien. Ob Ginczek am Samstag in Wuppertal wieder spielberechtigt ist, soll Mittwoch geklärt werden. Zumindest erhofft sich der BVB dann eine eindeutige Stellungnahme durch den DFB, ob die Sperre sowohl für die Jugend- als auch für die Senioren gilt.
Noch keine Entscheidung ist auch darüber gefallen, wer heute Abend auf der linken Defensivposition aufläuft. Ob Vrzogic oder Neuzugang Kaptan, der gegen Bremen wegen einer Trainingspause nur auf der Bank saß. Und dann gibt es noch ein Problem, dass zu lösen ist. Laufen Christopher Kullmann und Sebastian Hille in der Offensive auf oder entscheidet sich Schneider nur für eine Spitze gegen Jena, dass eine starke Serie hingelegt hat. Aus den letzten sieben Spielen ging nur ein einziges verloren, aus den letzten drei Spielen holte Jena sieben Punkte. Und mit dem Holländer Orlando Smeekes hat Jena einen ebenso eigenwilligen wie treffsicheren Torjäger. Achtmal traf er bisher den gegnerischen Kasten, andererseits zeigte er auch schon den eigenen Fans den Stinkefinger und wurde dafür suspendiert.
BVB 2: Höttecke - Evers, Neumeister, Hünemeier, Vrzogic (Kaptan) - Großkreutz, Nottbeck - Koch, Tyralla, Piossek - Kullmann (Hille).
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