Schild und Otto überlisten die Sprinter
07.09.2008 | 19:27 Uhr 2008-09-07T19:27:57+0200Rene? Schild und Raphael Otto scheint das Brackeler Klima außerordentlich gut zu bekommen. Schild gewann am Samstag das 52. Internationale Rad-Championat in Brackel vor Otto. ...
... Beim Himmelfahrts-Rennen im Mai war die Reihenfolge genau umgekehrt. Zufriedene Gesichter in Brackel. Kein Sturz wie im Vorjahr, kein Regen wie im Jahr zuvor. Und zwei standesgemäße Sieger mit dem Hürtgenwalder Rene? Schild und dem Krefelder Raphale Otto. "Wer mich sieht, der weiß ja wohl, dass ich kein Sprinter bin", sagte Schild, vor zwei Jahren noch beim Team Sparkasse unter Vertrag. Also tat Schild das, was er besonders gut kann. Er suchte sein Heil in der Flucht. Bereits nach der zweiten Wertung hatte er sich zusammen mit Raphael Otto auf den Weg gemacht, war aber vom nachsetzenden Feld wieder eingeholt worden. "Das war wohl noch etwas zu früh", sagte Schild später, es klang fast wie eine Entschuldigung. Nach der vierten Wertung ging die Post erneut ab. Mit kräftigem Antritt setzte sich das Duo erneut ab, sicherte sich auf dem Weg zum Rundengewinn nicht nur alle Punkte, sondern auch noch einige gutdotierte Prämien, die Ausrichter Curve Brackel ausschüttete. Dazu gesellte sich auch noch Mapei-Fahrer Robert Retschke, der allerdings punktemäßig nicht in die Gänge kam. Damit war das Rennen so gut wie entschieden. Schild erwies sich als der bessere Punktesammler. Nach 90 km, die in zwei Stunden und 13 Minuten zügig runtergestrampelt wurden, hatte Schild 16 Punkte gesammelt, Otto musste sich mit 15 begnügen. Dritter im Bunde war Retschke mit sieben Zählern.
Aus Dortmunder Sicht gab's zumindest im Hauptrennen kaum Erwähnenswertes. Jochen Noll vom RSV Nord hielt bis 20 Runden vor Schluss mit. Andreas Schulz, der Vorsitzende von Sturm Hombruch, beendete das Rennen im Hauptfeld. Der ehemalige Hombrucher Tim Gebauer, mittlerweile für den RSV Bochum im Sattel, kam nicht über Rang 15 hinaus. Die große Enttäuschung des Tages war indes das Profi-Team "Vlassenroot" aus Bochum. Mit sieben Mann traten sie an, unter Strich blieb stand eine 10-Euro-Prämie.
Hoffnung machte dagegen das Abschneiden des heimischen Nachwuchses. Bei den U 19-Junioren setzte sich Henri Schulze-Lutum vom Team Sparkasse U 19 souverän vor Nicolas Kubitzki (RSG Heinrich-Böll-Gesamtschule), Matthias Thomaschowski (Team Sparkasse) und den Hombrucher Christoph Schübbe durch.
In der Jugend U 17 glänzte Timo Niesing (RSV Nord) hinter Sieger Lukas Liß (RSV Unna). Auf Rang vier und fünf landeten Florian Fischer und Andre Laudanski (beide Sturm Hombruch).
Timo Niesing in der U 17 Zweiter hinter Unnaer Lukas Liß
Während bei den Schülerinnen U 15 Karin Chrzan (RSV Nord) sich mit Platz sechs begnügen musste, kam bei den Schülern U 15 der Hombrucher Sebastian Schübbe nur auf Rang 15.
Immer größerer Beliebheit erfreut sich in Brackel das sogenannte "Promi-Radrennen", das bei sechsten Austragung klar von Dr. Georg Sondern beherrscht wurde. Der Oberarzt der Städtischen Kliniken, ehemaliger Mannschaftsarzt des BVB (Fußballer und Handballerinnen) verwies nach drei Runden Rudolf Gomolka (Kritzler Schuhtechnik) auf Platz zwei.
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