Schalksmühle schafft den Hattrick, Höchsten die Überraschung
05.07.2009 | 20:14 Uhr 2009-07-05T20:14:00+0200
Wenn die SG Schalksmühle-Halver zu Reisen nach Dortmund aufbricht, kommt sie selten mit leeren Händen zurück. In der Oberligasaison war das schon so. Da nahm die SG die Punkte aus Dortmund mit. Nun ist es der Hecker-Cup. Und das bereits zum dritten Mal in Folge.
So weit das nicht ganz Unerwartete. Dass die Schalksmühler das Endspiel aber gegen Borussia Höchsten bestritten, gehört zweifelsohne zu den größten Überraschungen dieses Turniers in Hombruch.
Bis zum Finale hatte der Landesligist die Rangordnung ordentlich durcheinandergewirbelt, erst im letzten Spiel musste sich die Mannschaft von Neu-Trainer Carsten Hergert ziemlich klar mit 10:16 dem Hattrick-Gewinner aus Schalksmühle beugen. „Wir wollten die Endrunde am Sonntag erreichen, das haben wir geschafft”, war Hergert schon nach Tag eins des Hecker-Cups mit dem Erreichten zufrieden. Es sollte aber noch besser werden.
Nach den Erfolgen gegen den OSC (12:7) und Hörde (16:11) am Samstag folgten am Sonntag weitere gegen den TuS Bommern (15:10) und den HC Süd (13:11). Lediglich gegen Schalksmühle verlor der Landesligist, der ohne Yannis Heuner und Arne Niehörster antrat, nicht nur das Finale, sondern auch das Gruppenspiel. Da gab's ein klares 4:10.
Was reichen sollte, um das Halbfinale erreichen. Während sich in einem Semifinale die zukünftigen Regionalligakonkurrenten Schalksmühle und Soest gegenüberstanden (Schalksmühle entschied die Partie ziemlich klar mit 16:11 für sich), war das zweite Vorschlussrundenspiel aus Dortmunder Sicht ein überraschendes und zugleich erfreuliches. Nicht nur die Borussen vom Höchsten hatten den Sprung unter die letzten Vier geschafft, auch dem ASC ist das gelungen. Die Aplerbecker setzten sich nach Siegen gegen Volmetal (14:7), Soest (12:11) und Hombruch (13:11) sogar an die Spitze ihrer Gruppe. Was Trainer Karsten Liese, der sich zusammen mit Andreas Rohring die Trainingsarbeit teilen wird, zu Recht stolz werden ließ. „Hier wächst etwas zusammen”, freute er sich, „das macht Spaß.” Zumal sein Team mit vier A-Jugendlichen (die Torhüter Johann Reitz und Tassilo Schneider, sowie Robin Bekel und Torben Sasse) bestückt war, die allesamt einen hervorragenden Eindruck hinterließen.
Veranstalter Hombruch schwächelte nach überragendem ersten Tag (drei Spiele, drei Siege) am Sonntag etwas. das überraschende 9:9 gegen Soest blieb der einzige Punkt. Immerhin ging die Westfalia nicht komplett leer aus. Sie gewann die Fairplay-Wertung.
Die Vorrunde am Samstag:
Die Freude war doch eher versteckt. Thomas Pixberg verfolgte das letzte Gruppenspiel der Konkurrenz am Samstag schon geduscht und zur Abreise bereit. Wohlwissend, dass ein Sieg aus drei Gruppenspielen nicht die beste Empfehlung ist, um sich für die Hecker-Cup-Endrunde am Sonntag zu qualifizieren. Doch die Konkurrenz verhalf dem einstigen Oberligisten, der sich erstmals beim Hecker-Cup durch die Mühe der Vorrunde quälen musste, zum eher unerwarteten Weiterkommen. Der 8:4-Erfolg Hombruchs gegen Ruhrtal Witten bescherte dem HC Süd ein doch eher glückliches Weiterkommen. Und die Aussicht, auch am zweiten Tag mit ziemlich übersichtlichem Kader in einer ziemlich überhitzen halle weiterzuspielen. Als es perfekt war, machte Süd-Rückraumspieler Pixberg ein Gesicht, als hätte sie ihm soeben einen Spontantermin beim Zahnarzt verpasst.
Drei Spiele, nur ein Sieg – so lautete auch die Bilanz des OSC. Doch im Gegensatz zum Ligakonkurrenten HC Süd bedeutete das für die Truppe von Trainer Carsten Lueg das vorzeitige Turnierende.
„Das ist schon ziemlich enttäuschend”, gab Teammanager Thomas Thurau zu, „den Sonntag zu erreichen, war unser Ziel.” Thurau saß im letzten Spiel, beim 8:9 gegen Hörde, auf der Bank, weil Trainer Carsten Lueg zu gleichem Zeitpunkt bei einer Hochzeit unabkömmlich war. Die ersten beiden Gruppenspiele hatte der Trainer gesehen, zufrieden dürfte er bei der 7:12-Niederlage gegen Höchsten nicht gewesen sein, beim 9:6-Sieg gegen den ASC hielt sich der Jubel in Grenzen.
„Noch haben wir offensiv erhebliche Probleme”, klage Thurau, dem am Samstag nur Thomas Massat, Robin Austermann und teilweise Jürgen Lepine fehlten. „Es ist eben eine junge Mannschaft, die pro Spiel zehn, 15 Minuten Zeit braucht, um sich zu finden”, so Thurau. Wenn die Spielzeit, wie beim Hecker-Cup, nur 20 Minuten beträgt, wird's mitunter ziemlich eng.
Auch Oberliga-Absteiger HC Süd machte keinen souveränen Eindruck. Was so verwunderlich nicht ist, hatte er mit Thomas Pixberg, Karsten Paukstadt und Hendrik Hennemann nur noch drei Spieler aus der Mannschaft des Vorjahres dabei und am Samstag gerade einmal zwei Feld-Auswechselspieler. „Wir wissen einfach noch nicht, wo wir stehen”, rätselte Trainer Martin Denso. Zumindest für das Wochenende war die Frage geklärt: Etwas glücklich in der Endrunde.
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