SC Hennen geht ohne Habermann in neue Saison

Das Trainerduo des SC Hennen - bestehend aus Stefan Kolatke und Peter Habermann - steckt gerade in seiner siebten Saison beim Sportclub. Die achte wird ohne Habermann beginnen. Begeistert war er davon nicht. Doch der Hennener Vorstand will "frische Ideen" und stellte bereits seinen Nachfolger vor.

Hennen.. Ihre Erfolgsbilanz ist beeindruckend: Zusammen machte das Duo Habermann/Kolatke in Hennen aus einem Kreisliga- ein Landesligateam, das sich in dieser Spielklasse längst etabliert hat. Diese Ära endet nach dieser Saison, Peter Habermann wird durch Kevin Hines abgelöst.

"Neue Ideen und etwas Frisches"

Doch warum? Marco Vorländer aus dem SC-Vorstand bemühte sich bei der Trainervorstellung gestern Abend um eine Antwort. Entscheidender Beweggrund waren demnach die Schwächephasen in der Hinrunde - der SC Hennen steht gerade fünf Punkte vor einem Abstiegsplatz. "Wir hatten eine sieglose Phase und dann haben wir uns im Vorstand unsere Gedanken gemacht", erklärt Vorländer. "Wir wollten einen neuen Kopf, etwas Frisches und neue Ideen."

Dass diese Entscheidung nicht zu den leichtesten des Hennener Vorstands gehörte, war klar herauszuhören. Die Dankbarkeit um Habermanns Arbeit sprudelte aus Vorländer heraus. Habermann habe den wichtigsten Anteil an der sportlichen Entwicklung. Wichtig sei ihm eine saubere Trennung gewesen, so Vorländer. Die hat Habermann "professionell aufgenommen". Begeistert war er nicht.

Hines seit viereinhalb Jahren Trainer der Zweiten

Der neue Kopf ist in Hennen gar kein so neuer. Kevin Hines trainiert seit viereinhalb Jahren die zweite Mannschaft und führte sie vor drei Jahren in die Kreisliga A. Hines, der die B-Trainerlizenz besitzt, hatte stets engen Kontakt zur ersten Mannschaft. Der Austausch zwischen erster und zweiter Mannschaft, die weiterhin als Ausbildungsteam fungieren soll, soll bestehen bleiben. Außerdem kennen sich Hines und Kolatke gut. Seit Jahren sind beide auch für den Fußballkreis Iserlohn tätig; Kolatke als DFB-Stützpunkttrainer, Hines als Kreisjugendübungsleiter.

Deshalb wird es keinesfalls zu übergroßen Umstellungen kommen. "Stefan und ich haben die gleiche Idee vom Fußball. Ein paar neue Impulse und einen neuen Schwerpunkt wird es geben", verrät der 36-jährige Hines, der auch zugibt, das Ziel schon länger zu verfolgen, in einen höheren Leistungsbereich aufzusteigen - das hat er nun erreicht.