Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Blickpunkt...

Saison-Aus für Didion: Doppelter Mittelfußbruch

28.02.2011 | 17:49 Uhr

Nachdem der TuS Eving und der ASC 09 nach ihren erneuten Niederlagen den direkten Kontakt zur Spitze verloren haben, rückt der Abstiegskampf aus lokaler Sicht mehr und mehr in den Fokus.

Hier feierte der Hombrucher SV einen eminent wichtigen Sieg (siehe Interview mit Samir Habibovic), während Westfalia Wickede einen schmerzhaften Rückschlag zu verkraften hat: nach einem doppelten Mittelfußbruch fällt mit Sebastian Didion einer der wichtigsten Spieler bis Saisonende aus.

Erst hat das Verletzungspech mächtig zugeschlagen, jetzt ist den Grün-Weißen auch das nötige Quäntchen Glück nicht mehr hold, um enge Spiele für sich zu entscheiden. Die Personallage verschlechtert sich weiter, denn Christian Löwenberg hat sich zu einem einmonatigen Praktikum nach England verabschiedet - damit fällt der siebte Spieler des „harten Kerns“ aus, und das vor dem Gastspiel bei Spitzenreiter En-nepetal. „Junge Burschen wie Emre Erdur haben zwar große Fortschritte gemacht, aber sie haben es in dieser schwierigen Situation auch nicht leicht“, weiß Daniel Rios. Doch es gibt auch zwei gute Nachrichten: mit Haris Balihodzic hat ein weiterer Stammspieler verlängert. Und nach Stürmer Bastian Stana angelte sich der TuS mit dem defensiven Mittelfeldspieler Sebastian Homann ein zweites Talent aus der Westfalenliga-A-Jugend des TSC Eintracht.

Ratlosigkeit, Frust und Enttäuschung nach der vierten Niederlage in Folge. „Die Jungs haben bis auf eine kurze Phase vor der Pause gut gestanden, wenig zugelassen und die An-griffe passabel nach vorne ge-tragen, aber der letzte Wille und die letzte Konsequenz ha-ben manchmal gefehlt“, fasste Mark Elbracht seine Eindrücke zusammen. Mit den Misserfolgen wächst die Gefahr, dass die Saison nach der er-freulich positiven Hinrunde im Niemandsland der Tabelle ausklingen könnte. „Natürlich ist momentan eine große Er-nüchterung eingekehrt“, ge-steht der Trainer, „aber es liegt jetzt an den Spielern, sich gegen diesen Trend zu wehren und mit Leistung zu antworten.“ Auch im nächsten Heimspiel am Sonntag gegen Oestrich fehlt Ahmet Caki (Muskelfaserriss im Oberschenkel). Adrian Kinscher hat das Lauftraining aufgenommen.

„Es ist schon brutal, wie es uns in dieser Saison erwischt hat“, reagierte Marko Schott auf die erneute Verletzung von Sebastian Didion. Der Kapitän hatte bereits in der Hinrunde nach einem Mittelfußbruch elf Wo-chen gefehlt und war schmerzlich vermisst worden. Jetzt hofft der Spielertrainer, dass Torjäger Roman Schymanietz seine für Ende März terminierte Krampfader-OP verschiebt - ein weiterer langfristiger Ausfall eines Top-Spielers könnte fatale Folgen haben, denn es ist bei nur drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge weiterhin eng. „Solange es uns nicht gelingt, konstant auf gu-tem Niveau zu agieren, werden wir uns nicht absetzen können“, erwartet Schott noch schwere Wochen. Am Sonntag geht’s zu Titel-Mitfavorit Erndtebrück. Auch da wird Mario Bunk noch nicht wieder zum Kader gehören.

Udo Stark

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/4344224/create

Aktuelle Fotos und Videos
BVB II feiert Aufstieg
Bildgalerie
Regionalliga
So wild feierte der BVB
Bildgalerie
Meisterfeier
Sportunterricht mit BVB
Bildgalerie
Kinderlachen
Aus dem Ressort
Bodelschwingh feiert größten Erfolg der Vereinsgeschichte
Bezirksliga-Aufstieg
Bereits am viertletzten Spieltag hat Rot-Weiß Bodelschwingh die Meisterschaft in der Gruppe 1 der Kreisliga A und den Sprung in die Bezirksliga perfekt gemacht. Nach dem 5:0-Heimsieg über Hellweg Lütgendortmund sind die Schützlinge von Trainer Eckehard Eigenwillig in den letzten drei Runden nicht...
Ernüchternder Saisonauftakt
Tennis
Immerhin ein positiver Aspekt bleibt den Herren 30 der TG Westfalia zum Start in die Tennis-Bundesliga: Nach dem 0:9 beim TC Kaiserswerth bleibt ihnen noch eine Menge Luft nach oben. „Das war ein schwacher Auftritt“, fasste Henrik Müller-Frerich den Spieltag zusammen, „allerdings gehört Kaiserswerth...