Ruhoff will mit den Preußen auf Rang wei

Als Tabellensiebter geht Fußball-A-Ligist SV Preußen Lünen 07 in die Winterpause. Trainer Klaus Ruhoff ist zufrieden mit der ersten Halbserie seines Teams. Für die Rückrunde sind die Ziele sogar noch höher gesteckt.

HORSTMAR.. "Wir hatten uns vorgenommen, besser zu stehen als im Vorjahr", sagt Ruhoff. Damals mussten die Preußen um den Klassenerhalt bangen. Ruhoff übernahm für Bernd Schawohl, der SVP blieb A-Ligist.

Von der Rotlichtzone der Liga ist der Verein diesmal weit entfernt. Viel mehr schaut die Mannschaft Richtung Spitze. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf den VfB Lünen auf Rang zwei. Dieser berechtigt zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation. "Wir wollen versuchen, diesen zweiten Platz zu erreichen. Das ist unser Ziel", sagt Ruhoff.
Nach zwei Niederlagen zum Saisonauftakt holte sein Team 28 Punkte aus 14 Spielen. Hält es diesen Punkteschnitt, spielt der Klub bis zum Saisonende um die Vizemeisterschaft mit. "Dafür müssen wir unsere Chancen aber besser nutzen", sagt Ruhoff. Toptorjäger ist Marco Kruse mit zwölf Treffern, gefolgt von Kai Schinck mit acht Toren. Sie und ihre Kollegen hätten aber noch weitaus häufiger treffen können, meint Ruhoff. "Die Möglichkeiten gab es. Unsere Spielanlage liegt im vorderen Bereich", erklärt er.

Zugleich kassierten die Preußen aber schon 28 Gegentore. Nur fünf Defensivreihen waren noch anfälliger. "Gerade unsere ersten Spiele waren sehr torreich", sagt Ruhoff. Dann habe er taktisch umgestellt. "Seitdem hat es sich gebessert. Ich sehe unsere Schwachstellen auch nicht in der Hintermannschaft. Denn den Großteil der Gegentore haben wir durch individuelle Fehler eingeleitet. Die müssen wir abstellen."
Die letzten drei Partien vor Pause verlor der SVP. Nach der 1:3-Derbyniederlage gegen den VfB gab es zwei weitere Pleiten - ein 2:4 gegen Brackel und ein 1:4 gegen Spitzenreiter Hörde. Trotzdem sagt Ruhoff: "Die Spiele haben eher Mut gemacht. Wir waren gegen beide Topteams nicht die schlechtere Mannschaft. Beide Male wäre ein positiver Ausgang möglich gewesen."

Erneut habe es an der Chancenverwertung gehakt. Ein Manko, das Ruhoff mit seinem Team in der Vorbereitung angehen möchte. Die Mannschaft wird - abgesehen von den Feiertagen - einmal wöchentlich durchtrainieren.