Rekord: So viele Zuschauer wie nie zuvor

Etappenweise tickt der Final-Countdown auf Null herunter noch drei Tage, dann steht den Holzpfosten Schwerte mit dem Endspiel um die Deutsche Futsal-Meisterschaft gegen die Hamburg Panthers das größte Spiel ihrer jungen Vereinsgeschichte Geschichte bevor - und gleichzeitig das bestbesuchte in der jungen deutschen Futsal-Geschichte.

Schwerte/hagen.. Wie die Vorbereitungen auf die Partie (Samstag, 19 Uhr, Enervie Arena Hagen) laufen, haben wir aus vier Perspektiven beleuchtet.

Die Organisation

Sie wird komplett vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) übernommen. Und das macht sich bemerkbar. Die große Halle, der Online-Ticketverkauf und der extra für Futsal ausgelegte Hallenboden sind Indizien für den hochprofessionellen Rahmen.

Hinzu wird es wieder einen VIP- und Pressebereich geben - auch das ist im Amateurbereich so rar wie eine konstante Trainerarbeit beim Hamburger SV. Zu Wochenbeginn waren rund 1500 Karten vergriffen, was schon jetzt bedeutet, dass das Endspiel 2015 zum Rekordspiel in Futsal-Deutschland avanciert.

Die Fans

Sie nehmen neben dem Team die vermutlich zweitwichtigste Rolle ein. Auch beim Hamburger Gegner wird schon eifrig über die Kulisse und die möglichen Vor- und Nachteile schwadroniert. Die ursprünglich angedachten Holzpfosten-Blöcke sind allesamt längst ausverkauft, nun werden weitere für die Schwerter Fans geöffnet. Die "Holzpfosten-Ultras", allen voran der Fanclub "Hoolzpfosten", platzieren sich auf dem "Heuboden", der Stehplatztribüne der Enervie Arena. 400 Leute passen in den Block unter dem Hallendach - auch hier gibt es nur noch ein paar vereinzelte Karten.

Die "Hoolzpfosten" selbst bereiten sich indes ebenso akribisch wie die Spieler auf den Tag ihres Fanlebens vor, allerdings mit Pinseln und Bastelmaterial statt Taktiktafel und Futsal. Sie haben eine XXL-Choreographie entworfen, machen aus ihr aber noch ein Geheimnis, das erst Sekunden vor dem Anpfiff gelüftet wird.

Die Medien

Stephan Kleine schaffte es mit seinem Zaubertor im Halbfinale gegen Stuttgart zum viralen Video-Hit in den sozialen Netzwerken. Das brachte ihm nicht nur eine Einladung für die Torwand des ZDF-Sportstudios, auch die lokalen Sendeanstalten sind auf Kleine und die Holzpfosten aufmerksam geworden.

Am Freitag gastiert Kleine im WDR-Studio der Dortmunder Lokalzeit. Zum Finale schickt der WDR wieder ein TV-Team. Dieses wird das Spiel und das Drumherum für die Sendung "Sport im Westen" aufzeichnen.

Das Team

Teamchef Daniel Otto und Spielertrainer Nils Klems haben lediglich die Trainingsquantität, nicht die Intensität etwas hochgeschraubt. "Wir haben das trainiert, was in Stuttgart vielleicht noch nicht ganz so rund lief, damit wir bessere Lösungen finden und uns sicherer fühlen", erklärt Otto. Mittwochabend findet das letzte reguläre Training vor dem großen Finale statt.