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„Regionalliga wäre kein Abenteuer“

08.02.2012 | 19:01 Uhr
„Regionalliga wäre kein Abenteuer“
Trainer Kai Annacker im Kreise seiner Spieler: Der TV Hörde möchte jetzt auch ungeschlagen aufsteigen.

Am Sonntag machten die Volleyballer des TV Hörde das Dutzend voll. Der zwölfte Sieg im zwölften Saisonspiel war ein ganz besonderer, denn mit dem 3:2-Erfolg beim VC Marl hatten die Mannen von Kai Annacker ihren einzigen Verfolger abgeschüttelt. Seither darf man das Wort Aufstieg bei der Nummer eins der heimischen Szene auch offiziell in den Mund nehmen. „Die Regionalliga“, sagt der Trainer im Gespräch mit unserer Zeitung, wäre für uns kein Abenteuer.“

Herr Annacker, mit dem Sieg im Gipfeltreffen scheint der Weg in die Regionalliga frei. Sieht das der Trainer genauso?

„Im Prinzip schon. Nicht nur die Tatsache, dass wir noch ohne Niederlage sind und nun vier Punkte Vorsprung haben, spricht dafür, sondern vor allem auch unsere derzeitige Form. Sollten wir dieses aktuell hohe Niveau bis zum Saisonende halten, werden sicherlich auch die restlichen sechs Aufgaben zu bewältigen sein.“

Was könnte denn überhaupt noch dazwischen kommen?

„Man darf nicht vergessen, dass wir über eine sehr dünne Personaldecke verfügen. Sollte sich beispielsweise ein Jan Terhoeven verletzen oder ein Zuspieler länger ausfallen, sieht das unter Umständen gar nicht mehr so klar aus. Wenn wir von solchen Rückschlägen verschont bleiben, glaube ich aber, dass wir am Ende vorne bleiben werden. Wir haben zwar zum Abschluss beim Tabellendritten Bielefeld noch eine hohe Hürde zu meistern, wollen jetzt aber die Saison ohne Niederlage abschließen. Unser Ziel ist es, im letzten Heimspiel den Aufstieg perfekt zu machen.“

Stichwort Regionalliga: vom Aufstiegsrecht würde der TV Hörde in jedem Falle Gebrauch machen?

„So hat es der Vorstand beschlossen, da gibt es eine ganz klare Aussage. Wir wissen jetzt auch, dass es für den Oberliga-Meister definitiv nicht in die neue 3. Liga gehen wird, worüber zuvor noch spekuliert worden war, sondern die Regionalliga unsere neue Spielklasse wäre. Man weiß also, was auf einen zukommt.“

Ist der TV Hörde für die Regionalliga gerüstet, wirtschaftlich wie sportlich?

„Die Regionalliga wäre für uns kein Abenteuer. Da sich die Liga auf das NRW-Gebiet beschränkt, halten sich die Reisekosten in Grenzen. Und dass wir mit unserem derzeitigen Kader auch sportlich bestehen können, glaube ich sicher. Schon das Spiel in Marl hat sich nach Einschätzung vieler Experten auf oberem Regionalliga-Niveau bewegt. Um auf die Frage zurückzukommen: wir wären sportlich gerüstet, falls die Mannschaft so zusammenbleibt.“

Kristallisiert sich der Kader für die kommende Saison schon heraus?

„Die Gespräche mit den Spielern stehen jetzt an. Es gibt noch keine konkreten Zusagen, aber es sind wohl auch keine unangenehmen Überraschungen in größerem Stile zu erwarten. Wir haben ja viele Eigengewächse im Kader, das macht die Sache einfacher, wenn bei dem einen oder anderen nicht studien- oder beruflich bedingt etwas dazwischenkommt. Inzwischen haben sich bei uns auch schon einige Trainingsgäste gezeigt, da muss man sehen, ob die Qualität letztlich reicht. Ob es zu größeren Verstärkungen reicht, bleibt abzuwarten. Das ist immer auch eine Kostenfrage. Und wir sind ein kleiner Verein.“

Zu Ihnen: gehen Sie als Trainer den Weg in die Regionalliga auf jeden Fall mit?

„Mit dem Aufstieg wäre die erste Bedingung für eine Vertragsverlängerung erfüllt. Bleibt der Kader zusammen, wäre dies das zweite Signal und das dritte wäre, wenn die Mannschaft sagt: wir möchten mit dir weiterarbeiten. Kommt alles zusammen, werde ich auf jeden Fall bleiben.“

Udo Stark

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