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Rad-DM: Radochla holt Silber hinter Knees

27.06.2010 | 20:06 Uhr
Rad-DM: Radochla holt Silber hinter Knees
Siegerehrung im Harz: Steffen Radochla (l.), Christian Knees und Andreas Schillinger.

Steffen Radochla, Sprinter aus der Dortmunder Radmannschaft Team Nutrixxion, hat für die eigentliche Sensation der Deutschen Straßenmeisterschaft in Sangerhausen im Harz gesorgt. Hinter dem neuen deutschen Meister Christian Knees vom Team Milram eroberte der Sprinter aus dem Dortmunder Team Nutrixxion die Silbermedaille. Platz drei ging an Andreas Schilliger, der im Vorjahr noch für das Team von Mark Claußmeyer im Sattel saß.

Der Teammanager war natürlich schier aus dem Häuschen, nachdem Radochla nach 193 Kilometern mit 50 Sekunden Rückstand auf Knees den Sprint gegen Schillinger gewinnen konnte und so für den bislang größten Erfolg des Team Nutrixxion sorgte.

„Einfach sensationel. Im Team hat alles gestimmt. Wir waren immer in den Fluchtgruppen vertreten. Und zum Schluss zeigte Steffen ganz großen Sport, als er sich zusammen mit Knees und Schillinger 9,5 km vor dem Ziel aus einer neunköpfigen Ausreißergruppe absetzen konnte“, jubelte Mark Claußmeyer, der zusammen mit Vater Ernst Claußmeyer, dem Gründer des legendären RC Olympia Dortmund, die Titelkämpfe live im Harz miterlebte.

Was wohl für die Jungs um Radochla und Kapitän Dirk Müller eine besondere Motivation gewesen sein muss. „Das war eine echte Hitzeschlacht, in der wir immer im Bilde waren“, zeigte sich Claußmeyer vom taktischen Vermögen seiner Mannschaft angetan.

Noch am Vorabend bei der Mannschaftsbesprechung hat Claußmeyer nicht mit der „Karte Radochla“ gerechnet. Der Kurs sei zu schwer für den Nutrixxion-Neuzugang, so Claußmeyer. Dirk Müller und Sergej Fuchs genossen Priorität im taktischen Bereich.

Nach der 14. von insgesamt 20 Runden hatte sich eine kompakte, neunköpfige Spitzengruppe gebildet, die mit fast zwei Minuten Vorsprung auf das Feld die letzten sechs Runden in Angriff nahm.

Dahinter kämpfte eine 22-köpfige Verfolger-Formation verbissen um den Anschluss, aber vergebens. Die schnellsten Drei hatten sich aus der neunköpfigen Formation herauskristallisiert und sämtliche Favoriten in den Schatten gestellt. Der deutsche Zeitfahrmeister Tony Martin aus Eschborn wurde Vierter.

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