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Handball-Verbandsliga

Punkten vor dem Mammutprogramm

21.10.2010 | 19:04 Uhr
Punkten vor dem Mammutprogramm

Schon zum Saisonstart hatte der OSC den Anfang gemacht, an seinem neuen Heimspieltermin, dem Freitagabend. Mit tollem Erfolg: Die Halle war gut gefüllt, und gegen den hoch gewetteten Nachbarn aus Schwerte gab es nach spannenden 60 Minuten einen knappen 31:30-Sieg.

Es sollte der bislang einzige Jubeltermin für den neuen Trainer Thorsten Stoschek und sein Team sein. Drei Niederlagen folgten, der drittletzte Tabellenplatz steht zu Buche, nur der HSV Werdohl/Versetal (0:8 Punkte) ist noch schlechter und die SG Schalksmühle/Halver II (1:7). Letztere ist heute Abend (20.15 Uhr) der Gegner in Hacheney, erneut ein Auftakt-Termin, das erste Ligaspiel nach dreiwöchiger Herbstpause – und es ist richtungsweisend.

„Grundsätzlich musste man mit diesen 2:6 Punkten rechnen“, gibt sich Thorsten Stoschek gelassen, „gegen Schalksmühle sollten wir allerdings punkten, allein wegen des anschließenden Mammutprogramms.“

Nacheinander geht es gegen die ersten Fünf der Tabelle, beginnend mit zwei Auswärtsspielen beim Zweiten in Gevelsberg und bei Spitzenreiter PSV Recklinghausen. Wenn dann als Spiel Nummer sechs das Lokalderby gegen Aufsteiger Hombruch ansteht, könnte der OSC tief im Keller stecken.

Aber so weit ist es längst noch nicht. Die Pause wurde genutzt: zum Auskurieren diverser Verletzungen (Jürgen Lepine, Florian Edeling), aber vor allem zur Analyse der Niederlagen. „Wir haben die Fehler angesprochen und nach Lösungen gesucht“, so Stoschek, „ich glaube, dass ich die einzelnen Spieler jetzt noch effektiver einsetzen kann.“ Und die weitere Integration der Talente steht im Mittelpunkt: Die jungen Niels Polinski und Dan Stoschek sind jetzt ganz nah dran an der ersten Sieben.

Einer, dem das Wohl, vor allem aber die Gesundheit beider Mannschaften ganz nah ist, wird heute auf der Tribüne sitzen. Carsten Lueg, bis vor vier Monaten Trainer des OSC, davor lange Spieler in Schalksmühle, ist aktuell für beide Mannschaften der erste Ansprechpartner in allen medizinischen Fragen.

Für Schalksmühle fungiert der Orthopäde an der Sportklinik in Lüdenscheid-Hellersen offiziell als Mannschaftsarzt, aber auch die Dortmunder Handballer vertrauen auf seine heilenden Hände: zuletzt behandelte er die Schulter von OSC-Rechtsaußen Jürgen Lepine.

Carsten Lueg drückt dem OSC die Daumen

Thorsten Stoschek will sich vor dem Spiel noch einmal mit seinem Vorgänger austauschen – ohne geheime Infos zu erwarten. Dass die Reserve des aktuellen Drittliga-Tabellenführers (10:0 Punkte) ganz stark von der Form der Rückraumspieler Thomas Voss und Christopher Ebbinghaus abhängt, ist kein Geheimnis, dass beide nicht ganz fit sind, möglicherweise nur eingeschränkt einsatzbereit, ebenfalls.

Heute Abend wird Carsten Lueg natürlich seinem OSC die Daumen drücken: „In der letzten Saison war es eine Stärke der Mannschaft, in den entscheidenden Spielen ihre ganze Leistungsfähigkeit abrufen zu können. Ich hoffe, dass sie auch diesmal dem Druck standhält.“

Volker Surkamp

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