Projekt "MiMa Sports" will die Lüner bewegen

"Wir bewegen Lünen" So lautet der Slogan des Sportprojektes, das zwei junge Lüner Studenten ins Leben gerufen haben. Mit MiMa Sports wollen sie verschiedenste Sportangebote für Lünen schaffen. Aushängeschild des Projekts soll die Ballschule für Kinder und Jugendliche werden. Es gibt aber auch Angebote für Erwachsene.

Lünen.. Was hinter dem Projekt "MiMa Sports" steckt und welche anderen Ziele und Ideen die Initiatoren, Marco Mowinkel und Michael Gössing, noch haben, erklären wir hier.


Wie sieht das Konzept der Ballschule aus?

Zusammengefasst soll die Ballschule das ersetzen, was die Kinder früher beim Spielen auf der Straße gelernt haben. Die Ballschule ist eine natürlich, spielerische Bewegungsschulung, die sämtliche Ballsportarten miteinander kombiniert. Dadurch erhalten die Kinder eine variable und vielseitige Ausbildung.

Die Stunden sind so angelegt, dass die Kinder viel ausprobieren können und Fehler machen dürfen. In unzähligen Studien hat sich gezeigt, dass die Kindern Selbsterlerntes länger und besser abrufen können.


Welche Zielgruppen gibt es?

Mit der Ballschule kann man bereits im Kindergartenalter anfangen. Das geht dann hoch bis in die achte Klasse, bis die Kids 14 Jahre alt sind. Die unter Sechsjährigen besuchen die so genannte Mini-Ballschule. Je älter die Kinder werden desto komplexer und spezifischer werden die Spiele und Übungen.

Allgemeiner gesagt, richtet sich das Angebot an alle Vereine, Schulen, Kindergärten oder sonstigen Einrichtungen, denen die Bewegung von Kindern am Herzen liegt. Die Ballschule ist keine Konkurrenz zum normalen Vereinstraining, sondern vielmehr ein zusätzliches Bewegungsangebot.

Bei Facebook
"MiMa Sports" hat eine Facebookseite mit Terminen und weiteren Informationen.

Was ist die Mini-Ballschule?

Die so genannte Mini-Ballschule wurde eigens für Kinder zwischen drei und sechs Jahren ins Leben gerufen. Dort geht es um den Erwerb von wichtigen, koordinativen Grundfertigkeiten. Die Stunden sind häufig als kleine Geschichten aufgebaut.

Beispielsweise müssen zwei Vogelfamilien das Futter in ihr Nest bringen. Jeder Vogel kann aber nur eine Beere auf einmal tragen. Die Frage ist, wer am Ende mehr Futter für den Winter sammeln konnte.

"Für Erwachsene klingt das vielleicht kitschig, aber man darf die Kleinsten nicht wie kleine Erwachsene behandeln und die Übungen der Großen nur einfacher gestalten, man muss einen komplett anderen Ansatz finden", sagt Mit-Initiator Michael Gössing.


Wie sieht die Kooperation mit der Kölner Ballschule aus?

Bei dem Projekt Ballschule arbeiten MiMa Sports eng zusammen mit der Kölner Ballschule, die ihren Sitz an der Deutschen Sporthochschule in Köln hat. Durch diese Kooperation wird sichergestellt, dass der Trainingsaufbau wissenschaftlich fundiert und immer auf dem aktuellsten Stand ist. Die Trainer werden dort aus- und fortgebildet.

Woher kommt das Material?

Da in vielen Hallen nicht immer ausreichend Material vorhanden ist, hat MiMa Sports sich dazu entschieden, für jede Ballschulstunde das komplette Material selbst mitzubringen. "So können wir sichergehen, dass auch wirklich immer die passenden Bälle und Ähnliches für die Übungen vorhanden sind. Unsere Kurse können auf 45, 60 oder 90 Minuten ausgelegt werden und finden wöchentlich statt", so Gössing.


Wie wird das Projekt finanziert?

"Wir haben uns zum Ziel gesetzt, durch ein breit aufgestelltes Netzwerk an Kooperationspartnern, Kindern und Jugendliche jeder sozialen und ethnischen Herkunft die Chance auf unser Sportangebot zu geben", so Gössing. Sollte es also Interesse von Fördervereinen, Firmen oder sonstigen Institutionen geben, das Projekt zu unterstützen, freut sich MiMa Sports über jede Anfrage.

"Darüber hinaus unterstützen wir auch gerne alle Interessenten im Einzelfall einen Kostenträger zu finden. Wir sind der Überzeugung, dass eine Bewegungsangebot für Kinder nicht an der Finanzierung scheitern sollte", so Gössing.


Gibt es andere Projekte?

Mit Freiluftsport Lünen ist bereits eines weiteres Projekte angelaufen. In diesem Fall konzentriert sich MiMa Sports eher auf die Zielgruppe der Erwachsenen. Aber auch hier ist der Ansatz ein natürliches Bewegungsangebot zu schaffen. Darüber hinaus bieten die Initiatoren Feriencamps an, um auch in der Zeit, in der vielleicht kein Vereinstraining stattfindet, ein Bewegungsangebot für die Kids zu schaffen.

"Eine weitere interessante Idee, die wir bisher allerdings noch nicht umgesetzt haben, sind organisierte Reisen zu Sportveranstaltungen", sagt Gössing. Und damit ist nicht das Bundesligaspiel in Dortmund gemeint, sondern Events wie die European Games, das Handball Final-Four in Köln oder Wettkämpfe von Randsportarten wie Ski-Cross. Veranstaltungen, die vielleicht nicht so populär sind, aber dennoch Spaß machen. Nicht nur Sport treiben, sondern auch Sport schauen. Auch das vernachlässigen die Kids von heute und auch das soll Teil unseres Projektes werden.


Wie sehen die persönlichen Visionen aus?

Auf längere Sicht hofft MiMa Sports durch das Projekt die unglaubliche Vielfältigkeit und das immense Potenzial von Sport für Kinder und Jugendlichen, aber auch für Erwachsene und Senioren im Großraum Lünen sichtbar und nutzbar zu machen. "Sport kann vor allem auch im sozialen Bereich eine große Wirkung haben. Durch Sport lösen sich viele gesellschaftliche Probleme - Stichwort Integration, Gesundheit und soziale Inkompetenz der jüngeren Generation - meist von selbst", betont Gössing.