Peter Habermann beim VfL Schwerte offiziell vorgestellt

Peter Habermann wird zur neuen Saison Sportlicher Leiter beim VfL Schwerte. Was schon seit einigen Tagen in Schwerte bekannt war, ist nun auch offiziell: Habermann wurde am Mittwochabend in der VfL-Gaststätte am Schützenhof auch offiziell vorgestellt. Für Habermann schließt sich mit dem Engagement beim VfL Schwerte ein Kreis.

Schwerte.. "Hier habe ich mit dem Fußball angefangen, als ich zehn Jahre alt war", erzählte Habermann in der VfL-Gaststätte am Schützenhof. Ganz sicher hätte er nicht jedem anderen Verein das Ja-Wort gegeben, so Habermann. Er habe schon überlegt, eine Pause einzulegen oder ganz aufzuhören, "aber als die Anfrage vom VfL kam, habe ich mich gefragt: Warum eigentlich nicht?" Zudem habe es ihn gereizt, nach mehr als 30 Jahren als Trainer mal etwas anderes zu machen. "Ich sehe mich in der Rolle, die Trainer im Verein bei ihrer Arbeit zu unterstützen", sagt der 65-Jährige.

Dazu zählt auch, den VfL-Teams von der ersten Mannschaft bis zur D-Jugend ein einheitliches Spielsystem zu vermitteln. Überhaupt solle die Verzahnung von Senioren- und Jugendabteilung sehr viel enger werden - ein Punkt, an dem es bei den Blau-Weißen in der Vergangenheit gehapert hat. "Die Jugend ist das Kapital des Vereins", sagt Habermann und erntet zustimmendes Kopfnicken vom neuen Vorstandssprecher Günther Thurau und vom Wirtschaftsratsvorsitzenden Bernd Arnhold.

Ein weiter Weg

Allerdings ist Habermann auch erfahren genug, um zu wissen, dass er sich auf keine leichte Aufgabe eingelassen hat. "Ein weiter Weg" sei es, den VfL dahin zu führen, wo er nach eigenem Selbstverständnis hingehört, nämlich an die Spitze des Schwerter Fußballs. Die neue Vereinsführung ist aber überzeugt, mit Habermann "einen qualifizierten Fußballfachmann", so Bernd Arnhold, gefunden zu haben, mit dem die ehrgeizigen Ziele erreicht werden können. Dass dies nicht von jetzt auf gleich funktionieren kann, ist allen Beteiligten auch klar. Ein Zeitfenster von drei Jahren nannte Habermann, im Vorstand sei sogar das Schlagwort "Projekt 2020" ins Leben gerufen worden, verriet Günther Thurau.

Die nächste Saison bezeichnete Thurau als "eine Übergangssaison, in der man die Erwartungen nicht zu hoch hängen sollte." Bei den Planungen für diese Spielzeit 2015/16 hält sich Peter Habermann übrigens noch zurück. Ihm sei es wichtig, die Saison als Trainer des SC Hennen positiv zu Ende zu bringen, "und ich werde ganz sicher auch keinen Spieler aus Hennen abwerben und ihn zum VfL holen."