Offensive bleibt das Manko des BV Brambauer

Gemeinsam mit dem Betreuerstab trottete Dennis Köse am Sonntag vom Rasen. Der gesperrte Kapitän des BV Brambauer-Lünen stand während des Spiels in Stuckenbusch neben der Trainerbank, später mit Trainer Dirk Bördeling an der Seitenlinie. Ihr Einsatz in der Schlussphase war vergebens. Der BVB unterlag 0:1 beim Tabellendritten.

Brambauer.. Als Köse und Co. den Platz verließen, erhielten sie Gesellschaft von Stuckenbuschs Adnan Mulavdic. "Glaubt an euch", sagte er zum Brambauer Defensivspezialisten. Mit nur zwei Punkten Vorsprung auf Hamm, das den ersten Abstiegsplatz belegt, geht Brambauer ins Saisonfinale am Sonntag gegen Sinsen.

Mulavdic war ehrlich: "Ihr hättet auch hier einen Punkt verdient gehabt." Keine Frage: Der Abwehrspieler der Gastgeber verfolgte auch eigene Ziele. Schließlich ist es ausgerechnet der BVB, der am Sonntag auf Sinsen trifft. Nur wenn Sinsen Punkte liegen lässt, kann Stuckenbusch in Ahaus noch den zweiten Aufstiegsplatz erreichen.

Dennoch hatte Mulavdic Recht. Der Tabellen-13. zeigte eine starke erste Hälfte, hatte die besseren Chancen - nutzte sie aber wieder einmal nicht. In 29 Spielen gelangen der Mannschaft erst 28 Treffer. "Darum stehen wir dort, wo wir stehen", sagte Dirk Bördeling.

Der BVB-Coach brauchte nach Schlusspfiff einige Minuten abseits des Geschehens, um sich zu sammeln. Ihm war bewusst: Sein Team hat im Vergleich zu Hamm (bei Schlusslicht Gescher) die deutlich anspruchsvollere Aufgabe zum Saisonende. Zumal Vahit Yilmaz die fünfte Gelbe Karte sah, Torwart Robert Botta im Urlaub sein wird und Fabian Hillmeister sich in Stuckenbusch am linken Knie verletzt hat. Der Sportliche Leiter Werner Smuda gab sich dennoch kämpferisch: "Ich möchte, dass diese Woche niemand beim Training fehlt. Und dann werden wir alles versuchen."