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„Normalerweise reichen neun Spieler und ein Torwart“

17.01.2013 | 18:27 Uhr
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„Normalerweise reichen neun Spieler und ein Torwart“
Foto: Knut Vahlensieck/WAZ Fotopool

Einen außerplanmäßig spielfreien Abend haben heute die Eishockeyspieler der Dortmunder Elche. Da dem Gegner aus Hamm zu viele Spieler fehlen, wird das Duell Eisbären gegen Elche verschoben. Trainer Krystian Sikorski fühlt sich benachteiligt. Es gibt auch positive Nachrichten von den Westfalen Elchen: Das Lazalrett lichtet sich langsam, außerdem gobt es einen Rückkehrer....

Einen außerplanmäßig spielfreien Abend haben heute die Eishockeyspieler der Dortmunder Elche. Da dem Gegner aus Hamm zu viele Spieler fehlen, wird das Duell Eisbären gegen Elche auf Dienstag, 19. Februar, verschoben.

EHC-Coach Krystian Sikorski ist empört über die Entscheidung des Eishockey Verbands NRW: „Ich bin damit nicht einverstanden. Hamm hat eine zweite Mannschaft, dann müssen sie Spieler hochziehen.“ Er fühlt sich vom Verband benachteiligt. Er habe vor kurzer Zeit einen ähnlichen Notstand gehabt: „Da hat uns der Verband gesagt, wir sollen Spieler aus der Zweiten einbauen. Also sind wir mit Reservespielern nach Herford gefahren und haben dort auf den Sack gekriegt.“

Er könne sich nicht vorstellen, „dass die Epidemie so groß sei“, beschwert sich Sikorski: „Normalerweise reichen neun Spieler und ein Torwart. Die sollten bei einem 22-Mann-Kader noch fit sein.“ Er wolle den Eisbären nichts unterstellen, findet aber auffällig: „Sie hatten einen echten Negativlauf, haben zuletzt fast nichts mehr gewonnen.“ Da könne es schon sein, dass die Eisbären, „extra darauf spekuliert haben“, dass das Spiel verlegt werde.

Einspruch einlegen will er aber nicht: „Wir müssen das jetzt schlucken. Wir lassen uns nicht aus dem Rhythmus bringen und bereiten uns auf das Spiel gegen Frankfurt vor.“

Die Frankfurter Löwen sind punktgleich mit dem Tabellenführer aus Kassel und den Dortmundern auf dem Papier klar überlegen. Sikorski hat aber ein Fünkchen Hoffnungen: „Wir haben in den letzten Spielen gegen Frankfurt bewiesen, dass wir teilweise mithalten können. Trotzdem brauchen wir uns keine großen Hoffnungen machen.“ Man spiele nur so gut, wie der Gegner es zulässt, spekuliert Sikorski, dass die Löwen sein Team unterschätzen.

Neben dem Ärger über das verlegte Spiel, hat Sikorski aber auch gute Nachrichten. Kevin Thau hat nach seiner Herzmuskelentzündung erstmals wieder mittrainiert. Sikorski plant, ihm gegen Frankfurt erste Kurzeinsätze zu verschaffen.

Bei Stürmer Benjamin Proyer will Sikorski kein Risiko eingehen: „Er hat einen Bänderriss damit ist nicht zu scherzen.“ Goalie Steve Themm wird mit seinem Schädel-Hirn-Trauma noch mehrere Wochen fehlen, sein Ersatz Kai Kristian, der unter der Woche Muskelprobleme hatte, ist aber wieder voll im Training.

Eine weitere Verstärkung hatte sich Sikorski nicht erhofft. Stephan Streser, bereits bis letztes Jahr für Dortmund aktiv, ist wieder ein Elch. Der 20-Jährige kehrt von den Hammer Eisbären zurück. Nach einem Rippenbruch war er bei den Eisbären nur noch für die vierte Reihe vorgesehen und bat deshalb um Vertragsauflösung in Hamm.

Philipp Ziser

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