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BVB 2

Neuer Rückschlag nach 0:3 in München

11.04.2010 | 16:51 Uhr
Neuer Rückschlag nach 0:3 in München

Es bleibt dabei: der BVB 2 kann in dieser Saison gegen die Zweitformationen der Bundesligisten nicht punkten. Sechs Niederlagen und 3:12 Tore - so lautet die Bilanz nach der 0:3 (0:3)-Schlappe beim FC Bayern.

Noch schlimmer ist: die Lage in der Abstiegszone hat sich durch die Punktgewinne der Konkurrenz weiter verschlechtert. Drei Zähler beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer - und jetzt kommt am Mittwoch (18.30 Uhr) mit Erzgebirge Aue die Mannschaft der Stunde zum Nachholspiel in die Rote Erde.

Trotz des neuerlichen Rückschlags gibt sich Theo Schneider ungebrochen kämpferisch. „In sechs Spielen drei Punkte aufzuholen, ist nicht unlösbar”, sagt der Trainer, um fast im Trotz zu ergänzen: „Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass wir es packen.” Das sei keine Durchhalteparole und auch nicht der Strohhalm, an den man sich in einer solchen Situation klammere, „sondern eine realistische Einschätzung unserer Chancen: spielerisch haben wir über die gesamte Saison mitgehalten, auch die Leistung stimmte bis auf ganz wenige Ausnahmen. Das einzige, was Sorgen macht, ist unsere Schwäche im Abschluss.” Die allerdings ist so gravierend, dass die Borussen gleich reihenweise Punkte haben liegen lassen. Und das könnte sich am Ende rächen.

Auch in München lag im Offensivspiel das entscheidende Manko. Bis auf die allerersten Minuten passierte herzlich wenig vor dem Tor der Bayern. Die Gastgeber beeindruckten dagegen mit einer bemerkenswerten Effizienz: für ihre drei Tore benötigten sie ganze drei Möglichkeiten. Nach dem ersten Aufreger im eigenen Strafraum erzielte Saer Sene bereits in der dritten Minute den Führungstreffer. Deniz Yilmaz legte das 2:0 (30.) nach und Tom Schütz markierte noch vor der Pause den Endstand (41.). Bei den Toren Nummer eins und drei hatten sich die Schwarz-Gelben jeweils nach einer Ecke Schwächen in Stellungsspiel und Zuordnung geleistet - es waren die ersten beiden Treffer, die sie in der gesamten Saison überhaupt nach einem Eckstoß kassierten.

Der RestPartie ist schnell erzählt. Mit dem deutlichen Vorsprung im Rücken beschränkten sich die Bayern darauf, das Geschehen zu kontrollieren. Der BVB, der über die gesamten 90 Minuten ordentlich mitspielte und dafür auch von Mehmet Scholl in der Pressekonferenz ein dickes Lob erhielt, fand nicht mehr ins Spiel zurück, weil vorne einfach nichts passierte. Theo Schneider hatte neben Kai-Bastian Evers (für Marcel Großkreutz) auch Marco Stiepermann (für Sebastian Hille) gebracht, doch der Effekt blieb gleich Null. Zehn Minuten nach Wiederbeginn musste mit Uwe Hünemeier der abermals beste Borusse vom Platz. Neben dem Abwehrchef überzeugten Marcel Kandziora, der auf der „Sechs” die Kreise von Bayerns Mehmet Ekici störte, und Cihan Kaptan, der auf der linken Seite ein ordentliches Comeback feierte.

BVB 2: Focher - Koch, Hünemeier (56. Neumeister), Sobiech, Vrzogic - Großkreutz (46. Evers), Kandziora - Piossek, Tyrala, Kaptan - Hille (46. Stiepermann). - Tore: 1:0 Sene (3.); 2:0 Yilmaz (30.); 3:0 Schütz (41.).

Info: Sorgen um Hünemeier

Sorgen um Uwe Hünemeier, der umknickte und sich die Bänder im Sprunggelenk verletzte. Genaue Aufschlüsse soll heute eine Kernspin-Tomografie geben.

Nach dem deutlichen Rückstand verzichtete Theo Schneider entgegen seiner ursprünglichen Absicht auf einen Einsatz von Yasin Öztekin: „Es ging vornehmlich darum, Schadensbegrenzung zu betreiben. Daher haben wir Yasin, der ohnehin leichte Adduktorenprobleme hatte, für das Jena-Spiel geschont.”

Carl Zeiss Jena kommt mit der Empfehlung eines 3:0-Erfolgs über Spitzenreiter VfL Osnabrück nach Dortmund. Der neue Tabellenzweite hat nur eines seiner letzten zehn Spiele verloren.

Udo Stark

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