Nach diesem Titel ist alles möglich
16.01.2012 | 19:00 Uhr 2012-01-16T19:00:00+0100
Konditionell war der neue Stadtmeister schon während des Turniers voll auf der Höhe, was er durch seine stetige Leistungssteigerung bis zum finalen Triumph auch deutlich dokumentierte. Doch auch bei den anschließenden Festivitäten bewiesen die Jungs in Schwarz und Weiß ein bemerkenswertes Stehvermögen.
Bis um halb sechs in der Frühe feierte Westfalia Wickede den zweiten Hallen-Titel. Zuerst auf der Player’s Party in der Westfalenhalle, dann zu vorgerückter Stunde beim Fan-Empfang im Vereinstreffpunkt, der Gaststätte „Alter Hellweg“. Es war eine spontane, ganz kurzfristig organisierte Meisterfete, „denn dass wir dieses Turnier gewinnen würden“, sagte Alexander Gocke noch einmal, „hatte zuvor niemand geglaubt.“
Noch lange nach dem 3:1-Endspielsieg über den ASC 09 hatten sie versucht, all das, was in den Stunden zuvor passiert war, in Worte zu fassen. „Richtig begreifen“, so Gocke, „konnten es die Jungs eigentlich immer noch nicht.“ Eines aber sei klar: „Weil wir uns nie zu den Turnierfavoriten gezählt hatten, war die Freude über diesen Titel umso größer. Es war eines der schönsten Erlebnisse, die man als Amateurfußballer haben kann.“ Der Gedanke, etwas Großes erreichen zu können, sei erstmals nach dem 1:0 gegen den TuS Eving aufgekommen: „Damit hatten wir einen der Favoriten bezwungen und gedacht: hier geht vielleicht noch eine ganze Menge mehr.“
Gocke: „Behalten die Bodenhaftung“
Mit dem Titelgewinn in der Halle fand der seit Saisonbeginn andauernde Höhenflug der Westfalia seine nahtlose Fortsetzung. Es war ein erneuter Triumph, der Hoffnungen weckt für eine ebenfalls erfolgreiche Frühjahrsrunde. „Ich bin immer vorsichtig mit Prognosen gewesen“, sagte Alex Gocke in der allgemeinen Euphorie, „aber jetzt denke ich, nach diesem Titel ist alles möglich.“
Vielleicht sogar die Qualifikation für die Oberliga, was letztlich mit einer Sensation gleichzusetzen wäre? „Daran verschwenden wir nach wie vor keinen Gedanken. Wir bewahren auf jeden Fall die Bodenhaftung, werden mindestens so akribisch weiter arbeiten wie bisher und wollen, nach Möglichkeit ohne großes Zittern, den Klassenverbleib perfekt machen. Dann hätten wir schon sehr viel erreicht.“ Nein, das Wort Aufstieg werde auch jetzt nicht in den Mund genommen. „Zumal“, wie der Co-Trainer ergänzt, „erst auf dem Feld wirklich deutlich werden, wie schwer der Ausfall unseres Torhüters Daniel Limberg wiegt.“
Lob erhielten die Wickeder von allen Seiten, von der Konkurrenz ebenso wie vom ausrichtenden Fußball-Kreis. Auch Jürgen Grondziewski sprach von einem „in jeder Hinsicht würdigen Meister“.
Auch Grondziewski in allen Punkten zufrieden
Überhaupt konnte sich der Kreisvorsitzende über eine abermals rundum gelungene Stadtmeisterschaft freuen: „Leistungsmäßig bewegte sich das Turnier auf sehr hohem Niveau, die sportliche Fairness wurde groß geschrieben, die Zuschauerzahlen waren überragend und die Organisation klappte reibungslos: mehr kann man nicht verlangen.“
Auch die Player’s Parties, mit der beide Finaltage abgerundet wurden, waren mit rund 700 Besuchern am Freitag bzw. 1 000 am Samstag von Spielern und Fans prima angenommen worden.
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