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„Müssen das noch durchziehen“

06.05.2011 | 13:42 Uhr
„Müssen das noch durchziehen“
So will er auch am Samstag feiern: Michael Herrmann (links) im Kreise seiner Mannschaftskameraden.

Er ist der beste Torschütze des ATV Dorstfeld: Linkshänder Michael Herrmann hat einen großen Anteil daran, dass der ATV am Samstag – einen Sieg gegen Dellwig vorausgesetzt – in die Verbandsliga aufsteigen kann. Es wäre die Krönung einer anstrengenden Saison für den 25-Jährigen.

Zwei Punkte fehlen ihnen noch zum Aufstieg, gegen den Tabellenletzten sollte das nicht mehr als eine Pflichtaufgabe sein. Wie gehen Sie ein solches Spiel an?

Vor allen Dingen nervös. Natürlich sind wir schon fast durch, aber wir müssen das jetzt auch noch durchziehen. Wenn wir denken, dass wir schon aufgestiegen sind, dann machen wir einen großen Fehler. Dass der Tabellenführer gegen den Letzten verlieren kann, haben wir ja in der Bundesliga gesehen, als Dortmund in Gladbach gespielt hat.

Beschreiben Sie den Saisonverlauf des ATV aus Ihrer Sicht. Das ein oder andere Mal hat sich die Mannschaft Ausrutscher erlaubt und Glück gehabt, dass auch die Konkurrenz gepatzt hat.

Das stimmt schon, ich glaube aber, dass wir insgesamt gesehen doch relativ konstant gespielt haben. Wenn es mal einen Dämpfer gegeben hat, haben wir uns im Mannschaftskreis zusammengesetzt und darüber gesprochen, was wir besser machen können. Und gemeinschaftlich haben wir es dann auch in den nächsten Spielen besser gemacht.

Was sind denn die Stärken des ATV in dieser Saison?

Unser Vorteil ist, dass viele Spieler auf vielen Positionen spielen können. Das macht uns variabler. Und sicherlich ist auch der starke Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft und des Vereins eine Stärke – das ist eben Dorstfeld.

Und der Trainer?

Klar, Rüdiger Edeling hat einen sehr großen Anteil an unserem Erfolg. Es macht enormen Spaß mit ihm zusammenzuarbeiten.

Ein Blick nach vorn: Sollte der ATV in die Verbandsliga aufsteigen, was erwartet die Mannschaft in der kommenden Saison?

Wir werden vom ersten Spieltag an kämpfen müssen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Unser Vorteil ist, dass wir ein junges Team sind, das noch viel lernen kann.Deshalb könnten wir uns schnell in der neuen Klasse einleben.

Diese Saison scheint Sie körperlich schon ziemlich geschlaucht zu haben. Sind sie froh, wenn es in die Pause geht?

Darauf warte ich schon seit zwei Wochen. Die Spiele und die Belastung machen sich schon deutlich bemerkbar, ich freue mich schon auf eine paar Wochen Ruhe.

Wer so viele Tore wie Sie wirft, dürfte auch für andere Vereine interessant sein?

Klar gibt es schon mal Anfragen. Ernsthaft gemeldet hat sich aber nur ein Verbandsligist. Und da kann ich im nächsten Jahr auch spielen – mit dem ATV.

Timm Becker

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